Alpencross: fit für steile Anstiege und lange Abfahrten

Anonymous

Anfang 2016 wurde unsere Cheftrainerin Andrea Potratz von alplist.eu angeschrieben, ob sie als Alpencross-Spezialistin nicht Lust hätte, ein Interview zum Thema „erfolgreiches Training für einen Alpencross“ zu geben. Hatte sie natürlich. Aber Alplist? Nie gehört! Also haben wir uns erst einmal schlau gemacht.

Der Name Alplist setzt sich zusammen aus den Begriffen „Alpen“ und „Cyclist“. Es handelt sich um ein Projekt, das diejenigen, die die Alpen auf dem Fahrrad und aus eigener Kraft überqueren, auszeichnen soll. Initiiert wurde es von dem Radbekleidungslabel Lamai, das auch Hauptsponsor ist. Es handelt sich aber nicht um ein Ein-Marken-Projekt, sondern Alplist wirbt um weitere Sponsoren und Organisatoren. Anmelden kann sich jeder, der eine Alpenüberquerung auf dem Rad plant – vor der Tour natürlich. Ist der Alpencross erfolgreich geschafft und belegt, bekommt der Teilnehmer als Anerkennung ein Aufnäher- und Stickerset, das ihn als erfolgreichen Alpenüberquerer ausweist.

Eine gute Sache, wie wir finden. Denn eine erfolgreiche Alpenüberquerung ist eine beachtliche Leistung – immerhin lässt man sich auf durchschnittlich sieben anstrengende Etappen mit Tagestouren von rund 75 km und bis zu 2500 Höhenmetern ein. Das will erst einmal gestemmt werden! Damit das Unter-nehmen am Ende mit Stolz belohnt wird und nicht im Frust endet, ist eine gründliche Vorbereitung ratsam. In ihrem Interview nennt Andrea Potratz unter anderem folgende Punkte, die beachtet werden sollten:

  • Für einen Alpencross braucht man eine gute Grundlagenausdauer und zusätzlich Kraft. Das erwirbt man sich nur durch gezieltes Training.
  • Je nach Route ist auch einiges an fahrtechnischem Können erforderlich. Wer fahrtechnisch fit ist, hat auch in den Abfahrten Spaß und kommt entspannt unten an. Auch ein Punkt, der trainiert werden sollte!
  • Für den Rücken ist ein besonderes Kraft-Stabilitätstraining sinnvoll, damit er den Belastungen eines Alpencross gut standhält.
  • Körper, Stoffwechsel, Gelenke, Hintern und auch den Kopf müssen daran gewöhnt werden, über mehrere Tage hinweg täglich vier bis sieben Stunden lang Leistung zu bringen. Lange Trainingseinheiten sind also unerlässlich. So merkt man z.B. auch, ob man mit seinem Sattel gut zurecht kommt und ob die Radgeometrie stimmt.
  • In der Vorbereitungszeit sollte man regelmäßig mit Rucksack trainieren, um sich an das Gewicht zu gewöhnen.

Im Alplist-Interview gibt es natürlich noch viel ausführlichere Informationen zu den oben genannten Punkten. Das vollständige Interview findest du unter folgendem Link:    http://www.alplist.eu/2016/05/24/im-interview-andrea-potratz-zum-alpencross-training/