Speisepilze - Heiler aus dem Wald

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Bunt und vielfältig kommen sie daher: die Pilze. Vom leckeren Speisepilz über den giftigen Fliegenpilz bis hin zu ihren unappetitlichen Verwandten, den Schimmelpilzen. Eines ist ihnen allen gemeinsam: Pilze sind Mischwesen zwischen Pflanze und Tier und bilden unter den Lebewesen ein völlig eigenständiges Reich. Sie sind sesshaft wie die Pflanzen, atmen aber – wie Tiere und Menschen – Sauerstoff und ernähren sich von organischem Material (z. B. Holz, Insekten). Pilze haben Zellwände wie die Pflanzen. Doch bestehen ihre Zellwände nicht aus Cellulose, sondern aus Chitin wie beispielsweise der Panzer von Insekten.

Beim oberirdisch sichtbaren Teil des Pilzes handelt es sich um den Fruchtkörper, der nur zeitweise sichtbar wird und der Vermehrung dient. Der Rest des Pilzes lebt in Form des sogenannten Myzels unterirdisch oder auch im Holz von Bäumen. Das Myzel, das optisch mit den Wurzeln einer Pflanze verglichen werden kann, setzt sich aus sehr langen, dünnen Fäden (Hyphen) zusammen, die der Wasser- und Nahrungsaufnahme dienen.

Uns Menschen interessiert vor allem der Fruchtkörper, der bei einigen Pilzarten essbar ist und dabei sowohl schmackhaft, als auch gesund. Speisepilze genießen überall auf der Welt ein hohes Ansehen und leisten einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden Ernährung. Dabei sind die Zubereitungsarten äußerst vielfältig: man kann Pilze roh essen, sie braten, schmoren oder auch kochen.

Pilze halten sich nur für wenige Tage frisch, Wildpilze sollten am besten noch am selben Tag zubereitet werden. Da Pilze sehr empfindlich auf Licht, Wärme und Druck reagieren, sollten sie in einem luftdurchlässigen Gefäß oder in einer Papiertüte im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Sammelt man Pilze selbst, sollten nur diejenigen Exemplare mitgenommen werden, die eindeutig identifiziert werden können.

Welche Inhaltsstoffe Pilze so gesund machen, erfährst du auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 46.