Salz ist nicht gleich Salz

Anonymous

Wer sich körperlich intensiv betätigt, hat einen erhöhten Salzbedarf, da er es durch Körperschweiß verliert. Wer diesem erhöhten Bedarf nicht nachkommt, riskiert Leistungseinbußen. Viele Leistungssportler sind sich dieses Umstandes bewusst und passen ihre Ernährung an. Doch auch wer zu viel Salz isst, kann sich damit schaden. Die Frage "Ist Salz gesund?" suggeriert eine einfache Antwort in Form von Ja oder Nein. So simpel ist es aber nicht.

Der Bedarf des gesunden Erwachsenen liegt lediglich bei 2 g bis 3 g Kochsalz pro Tag. Bei intensiver sportlicher oder körperlicher Leistung ist er etwas höher. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt momentan einen Orientierungswert von max. 6 g Salz pro Tag für gesunde Erwachsene – bei Kindern sollten es, abhängig vom Alter, max. 2 bis 6 g sein. In den industrialisierten Nationen überschreitet der Salzkonsum bei vielen Menschen jedoch den oberen Grenzwert der empfohlenen Aufnahme und liegt bei sorglosem Umgang sogar häufig zwischen 12 g und 15 g täglich.

Noch schwieriger als die richtige Menge festzulegen ist es, dem weißen Streugut aus dem Weg zu gehen. 80 Prozent der täglichen Salzmenge kommen versteckt in Brot, Käse, Wurst, Kantinenessen und Fertigprodukten daher. Nur etwa 20 Prozent des täglich aufgenommenen Salzes stammen aus dem heimischen Salzstreuer. Dadurch ist eine Unterversorgung mit Salz kaum zu befürchten.

Weshalb das gängige Kochsalz nicht die beste Wahl ist, erfährst du auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 47. Außerdem findest du dort ein leckeres Rezept für Lachs in der Salzkruste.