Pastinake - das süße Wurzelgemüse

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Die Pastinake ist ein köstliches, sättigendes Wurzelgemüse, das noch im 18. Jahrhundert buchstäblich in aller Munde war. Mit der Einführung der Kartoffel verlor die Pastinake hierzulande allerdings ihre Bedeutung. Schade, denn das wunderbar altmodische Gemüse hat ausgesprochen moderne Vorzüge zu bieten!

Die Pastinake hat einen viermal so hohen Gehalt an Faserstoffen wie Karotten und gleichzeitig ist der Nährwert mit knapp 60 kcal/100g nicht sehr hoch. Trotzdem macht das leckere Gemüse lange satt. Das in der Pastinake enthaltene Inulin dient den gesundheitsfördernden Darmbakterien als Nahrung. Daher unterstützt der Verzehr von Pastinaken eine gesunde Darmflora. Darüber hinaus liefern Pastinaken eine Menge Folsäure, Kalium, Magnesium und Zink.

Die Pastinake gehört zu den alten Gemüsesorten. Die essbare Wurzel ist spindelförmig und ähnelt mit ihrer glatten Oberfläche und dem süßen, würzigen Geschmack der Petersilienwurzel und der Möhre. Sie wird auch wie eine Möhre verarbeitet. Geerntet wird im Herbst oder nach den ersten Frösten, danach können die Wurzeln an einem frostfreien Ort den Winter über gelagert werden. Damit haben Pastinaken von Oktober bis Mitte März Saison.

Beim Einkauf solltest du dir die kleineren Wurzeln aussuchen. Sie sind besonders zart – große Pastinaken können holzig sein. Achte beim Einkauf besonders auf eine unversehrte Schale. Matte und runzlige Haut weist auf falsche Lagerung und Einbußen bei Geschmack und Nährwert hin.

Zusammen mit Kartoffeln kann die Pastinake zu Püree verarbeitet werden, als Gemüse gedünstet ist sie eine schmackhafte Beilage zu Rind, Wild und Lamm. Geraspelt kann sie roh Salaten beigemengt werden. Auch eignet sie sich als Zutat in Suppen, Salaten oder Saucen. Die Pastinakenblätter finden zum Würzen Verwendung. Beliebt ist Pastinake auch als Beikost für Babys.

Ein leckeres und ganz einfach zuzubereitendes Rezept mit Pastinake findest du auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 67.