Ringelblumen - heilende Sonnen

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Heute haben wir bei unseren Ernährungskärtchen ein eher ungewöhnliches Thema für dich: Calendula, zu Deutsch Ringelblumen. Sie sind kein Nahrungsmittel im eigentlichen Sinne, aber ein hochwirksames Heilmittel, aus dem unter anderem wohltuende Tees und Salben hergestellt werden. Nebenbei sind Ringelblumenblüten eine wunderschöne, essbare Dekoration für Salate und Nachspeisen.

Die Blütezeit der Ringelblume ist von Juni bis Oktober. Die gelben bis tief orangefarbenen Blüten sind eine Zierde für jeden Garten oder auch Balkon. Pflückt man die Blüten an einem trockenen, sonnigen Tag, kann man die Blütenblätter abzupfen, an der Luft trocknen lassen und zu Heilzwecken verwenden. Denn die Ringelblume ist eine der wirksamsten Heilpflanzen, die wir kennen. Sie wurde 2009 sogar zur „Heilpflanze des Jahres“ gekürt. Für die medizinische Verwendung werden ausschließlich die Blüten genutzt.

Äußerlich angewendet, sorgt Calendula wegen ihrer keimtötenden und entzündungshemmenden Eigenschaften für eine schnelle Wundheilung. So können Salben mit Ringelblumenextrakten auf verschiedenste Arten von Hautverletzungen aufgetragen werden, wo sie Linderung verschaffen und die Heilung beschleunigen. Die Pflanzenextrakte haben dabei vielerlei Wirkung:

  • sie gelten als allgemein reinigend und abschwellend,
  • sie haben eine antibakterielle Wirkung und hemmt Viren sowie Pilze,
  • sie fördern zudem den Wundverschluss und das Wachstum neuer Zellen,
  • sie lindern Schmerzen und lösen Krämpfe
  • und sie erhöhen die lokale Durchblutung.

Calendula kann in Form von Tees jedoch auch innerlich angewendet werden. Der Tee hat eine krampflösende Wirkung, so dass er Linderung bei Menstruationsbeschwerden schafft. Seine östrogenartigen Wirkstoffe können in den Wechseljahren eine Hilfe gegen die typischen Beschwerden sein. Doch auch Beschwerden wie Kopfschmerzen, Einschlafstörungen und Schwindelanfälle werden auf sanfte Weise gelindert. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann Ringelblumentee außerdem zum Spülen und Gurgeln verwendet werden. Eine Teekompresse tut müden, gereizten Augen gut oder den Brüsten in der Stillzeit.

Um Ringelblumentee zuzubereiten, gibst du die Blütenblätter von zwei  bis drei Ringelblumen in eine Tasse oder ein Teesieb. Dort übergießt du sie mit 250 ml kochendem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen, dann das Teesieb herausnehmen oder die Blütenblätter abseihen. Du kannst lose Blütenblätter aber auch einfach mittrinken, denn viele der wertvollen Inhaltsstoffe bleiben darin erhalten.

Ein Rezept für Ringelblumensalbe findest du auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 71.