Granatapfel - die älteste Heilfrucht des Menschen

Anonymous

Von September bis März hat der Granatapfel Saison und ist auch bei uns in den Supermärkten und beim Gemüsehändler zu finden. Seit Jahrhunderten wird die Paradiesfrucht als Nahrungs-, Genuss- und Heilmittel verwendet. Ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften sind in vielen Kulturen bekannt und werden auch extensiv genutzt. Zahlreiche gesundheitliche Effekte werden mit den ausgeprägten antioxidativen Wirkungen von Granatapfelzubereitungen in Verbindung gebracht. Wusstest du schon, dass in keinem anderen Lebensmittel so viele Polyphenole stecken wie im Granatapfel? Die Fähigkeit, im menschlichen Organismus oxidativen Stress zu reduzieren, macht ihn zur hochwirksamen natürlichen Waffe gegen Entzündungskrankheiten wie Krebs, Arthritisund Herzkrankheiten.

Die antioxidative Wirkung von Granatapfelsaft übersteigt sogar die von Rotwein, Grüntee, Blaubeersaft und Traubensaft, aber auch von Vitamin C und Vitamin E. Obwohl beispielsweise Blaubeersaft und Traubensaft bereits über deutliche antioxidative Wirkungen verfügen, liegt die Wirkung des Granatapfelsaftes Studien zufolge um mehr als tausendfach höher. Die Inhaltsstoffe des Granatapfels haben aber noch weitere Vorteile: Sie können den Cholesterinspiegel senken und den Blutzuckerspiegel stabil halten. Die regelmäßige Einnahme kann somit Diabetes vorbeugen. Außerdem entschärft der Granatapfel Entzündungsprozesse in Gelenkknorpeln, die aus der Frucht stammenden Bitterstoffe können bei Verdauungsproblemen helfen. Außerdem liefert der Granatapfel Mineralstoffe wie Kalium, Spurenelemente wie Eisen und B-Vitamine. Der Gehalt an Vitamin C fällt mit 7 mg pro 100 g jedoch niedriger aus als oft behauptet.

Das Innere des Granatapfels sieht aus wie eine Ansammlung von Rubinen: Die kleinen, kantigen Kerne sind mit dunkelrotem Fruchtfleisch überzogen. Bis zu 400 dieser Kerne können in einer Frucht stecken. Wer sich an die Paradiesfrucht herantraut, sei gewarnt: die Küche könnte hinterher wüst aussehen. Die ersten Probleme tauchen beim Zerkleinern auf. Um an das Innere zu gelangen, wird der Granatapfel in zwei Hälften geteilt. Daran schließt sich das zeitraubende Herauspulen der Kerne an. Leichter geht das, wenn man jede Hälfte seitlich mehrfach einschneidet und die Frucht dann leicht zwischen den Händen walkt, um die Kerne aus ihrem Bett zu lösen. Dann lassen sie sich recht leicht aus der Frucht pulen. Noch einfacher ist es, die halbierte Frucht mithilfe einer Zitruspresse auszupressen und nur den Saft zu verwenden.

 

Granatapfelkörner passen zu Obstsalaten, dekorieren aber auch eine Bayerische Creme oder einen Vanillepudding. Im Orient wird die Frucht oft zu Fleisch gereicht, etwa wie hier Preiselbeeren zu Wildgerichten. Auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 76 liest du, wie man einen farbenfrohen Granatapfel-Orangen-Feldsalat zubereitet.