Bananen - nicht nur für Affen ein Genuss!

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Bananen sind im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Sie machen 75 % des Handels mit tropischen Früchten aus und sind mit jährlich rund 100 Milliarden verzehrten Früchten unangefochtener Spitzenreiter. Der Bananenbaum ist eigentlich kein Baum, da der Stamm nicht holzig ist, sondern aus dicht gewickelten Blättern besteht. Daher ist die Pflanze ein großes Kraut und die Frucht botanisch gesehen eine Beere. Bananen wachsen in rund 150 Ländern dieser Erde.

 

Für uns Europäer gibt es nur die Banane: sie ist gelb und hat eine gekrümmte Form. In Wirklichkeit aber existieren mehr als 1.000 Bananensorten, die auch noch sehr unterschiedlich aussehen. So gibt es Bananen in unterschiedlichsten Größen, manche mit roter, blauer oder violetter Schale. Einige schmecken süß, andere herb – und nicht jede Banane ist krumm.

  

Reife und unreife Bananen zeigen recht unterschiedliche gesundheitliche Auswirkungen, denn ihr Zuckergehalt hängt stark vom Reifegrad ab. Bei der Reifung wird die Stärke nach und nach in Zucker umgewandelt. So enthält eine unreife Banane Stärke und Zucker im Verhältnis 20:1, bei einer überreifen Banane ist das Verhältnis umgekehrt.

Der hohe Zuckergehalt reifer Bananen kann besonders im Sport genutzt werden. Gerade bei langen Sporteinheiten wie Radtouren oder Bergwanderungen kannst du Unterzuckerung vermeiden, indem du rechtzeitig eine Banane zu dir nimmst. Auch nach oder vor einem Ausdauertraining helfen Bananen, das Energielevel auf gesunde Weise in der Balance zu halten.

Reife Bananen weisen krebshemmende Eigenschaften auf. Sie haben einen höheren Gehalt an Antioxidantien als unreife Früchte, wirken somit effektiver gegen freie Radikale, stimulieren die Bildung von weißen Blutkörperchen und stärken das Immunsystem.

Unreife Bananen stellen aufgrund ihres niedrigen Zuckergehalts ein geradezu ideales Lebensmittel bei Blutzuckerproblemen dar. Blutzuckerspitzen werden abgefangen, die Insulinsensitivität wird verbessert und Heißhungerattacken bleiben aus. Denn die „Resistente“ Stärke in unreifen Bananen wird nicht zu Zucker abgebaut, sondern gelangt unverändert in den Dickdarm, weshalb sie zu den Ballaststoffen zählt. Sowohl die Resistente Stärke als auch weitere Inhaltsstoffe der Banane wie Pektin und Oligofruktose zählen zu den wichtigsten Präbiotika, was bedeutet, dass sie zu einer gesunden Darmflora beitragen. Präbiotische Lebensmittel wie unreife Banane kommen darum u.a. Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen zugute und sind zudem für die Prävention von Darmkrebs von Bedeutung. Grüne Bananen wirken einer Verstopfung entgegen und helfen in gekochtem Zustand auch gegen Durchfall.

Wie lange Bananen halten, hängt von den Lagerbedingungen ab. Die Exotin liebt einen luftigen, kühlen sowie trockenen Ort. Werden Bananen hängend – z. B. an einem Haken – aufbewahrt, können sie problemlos bis zu zwei Wochen gelagert werden. Wenn du den Reifungsprozess hinauszögern willst, lagerst du die reifen Bananen einfach zusammen mit unreifen Früchten wie Birnen oder Avocados, die ihrerseits dadurch schneller reif werden.