Anschaffung eines Dienstfahrrads ist von 2019 bis 2021 steuerfrei

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Steuervorteile auch für Selbständige, Freiberufler und Gewerbetreibende

Seit dem 1.1.2019 gilt eine Neuregelung der Dienstfahrzeugbesteuerung. Sie betrifft unter anderem gekaufte oder geleaste Dienstfahrräder und Pedelecs, und ist zunächst befristet bis zum 31.12.2021. Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende profitieren dabei vom Wegfall der Privatnutzungs- und Privatentnahme-Versteuerung.

Umsatzsteuerfreiheit bei Privatentnahme: Für bestehende und neue Verträge muss bei einer Privatentnahme bis zum 31. Dezember 2021 keine Umsatzsteuer mehr entrichtet werden. Diese Regelung (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG – neue Fassung) gilt für Fahrräder und Pedelecs, die dem Betriebsvermögen zuzuordnen sind. Für S-Pedelecs gibt es eine Sonderregelung („0,5 %-Regel“).

Durch den Wegfall der Privatentnahmebesteuerung wird das Dienstrad für Selbstständige nochmals deutlich attraktiver.  »Durch den Wegfall der Entnahmebesteuerung werden Jobräder für Selbstständige deutlich günstiger. Im Vergleich zur bisherigen Regelung sind bis zu 20 Prozent zusätzliche Ersparnis möglich«, erklärt JobRad-Geschäftsführer Holger Tumat.

Die Versteuerung der Privatentnahme entfällt auch für Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende, deren Dienstrad-Leasingvertrag bereits läuft. Wie bisher können Leasingraten und Fahrradversicherung als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. »Damit in der Steuererklärung alles korrekt berücksichtigt wird, empfehlen wir selbstständigen Jobradlern, ihren Steuerberater zu konsultieren«, so Holger Tumat.

Vorsteuerabzug beim Dienstfahrrad: Bist du vorsteuerabzugsberechtigt, so kannst du bei der Anschaffung des Dienstrads sowie bei laufenden Kosten (Reparatur, Versicherung etc.) die Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückfordern. Achtung: Was die Umsatzsteuer auf den Privatentnahmeanteil angeht, ist die Rechtslage unklar. Es kann sein, dass dieser Vorteil durchaus weiterhin der Umsatzsteuer unterliegt. Das soltest du am besten direkt mit dem Steuerbüro klären.

Privatnutzung steuerfrei: Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende müssen den privaten Nutzungsanteil für Diensträder ab dem 1. Januar 2019 nicht mehr versteuern. Liegt die betriebliche Nutzung bei mehr als 50 %, gehört das Dienstrad zum notwendigen Betriebsvermögen und der Kaufpreis kann über einen Zeitraum von sieben Jahren abgeschrieben werden. In bestimmten Fällen mit erhöhter Abnutzung (z.B. Fahrradkurier) lässt sich auch ein kürzerer Zeitraum für die Abschreibung rechtfertigen.

Liegt die betriebliche Nutzung des Dienstfahrrads bei unter 10 %, ist es zwangsläufig Teil des Privatvermögens. Dann können nur die betrieblich gefahrenen Kilometer als Betriebsausgabe geltend gemacht werden, was bei einer Aufwandspauschale von EUR 0,05/km nicht sonderlich attraktiv ist.

Liegt die betriebliche Nutzung zwischen 10 und 50 %, hast du als Selbständiger die Wahl: Entweder du behältst das Dienstrad im Privatvermögen oder du bringst es als gewillkürtes Betriebsvermögen ein. Läuft das Rad als Betriebsvermögen, kannst du es wie oben beschrieben abschreiben.

Unser Tipp: Nutze dein Fahrrad ausgiebig genug für berufliche Fahrten, um über die 10 %-Grenze zu kommen. Dann lohnt es sich wirklich.

Man kann übrigens ganz ohne weiteres ein Dienstfahrrad zusätzlich zum Dienstwagennutzen. Dienstfahrrad und Dienstwagen schließen sich nicht gegenseitig aus. Auch das Nutzen von zwei Diensträdern ist problemlos möglich. Bist du auf der Suche nach deinem Traumbike oder hast du schon ein bestimmtes Modell im Auge? Dann lass es dir vom bikeDoc in Lindau fachkundig konfigurieren und montieren!

der bikeDoc, Bregenzerstr. 35, 88131 Lindau
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