Heidelbeeren - kleine Vitaminbomben

Anonymous

Bei Spaziergängen oder Wanderungen im Spätsommer und Herbst leuchten sie oft blau aus niedrigen Büschen am Waldboden: Wildheidelbeeren. Dann solltest du auf jeden Fall eine Pause einlegen und ausgiebig naschen. Heidelbeeren haben ein verführerisches Aroma und schmecken köstlich. Aber Vorsicht: der Saft färbt stark!

Die kleine, blaue Beere gehört ebenso wie Preiselbeeren und Moosbeeren zur Familie der Heidekrautgewächse. Sie alle lieben nährstoffarme, saure Böden und wachsen besonders gern an Waldlichtungen, in Moor- und Heidelandschaften. Selbst im Gebirge fühlen sich die Zwergsträucher wohl. Ihre Verwandtschaft fühlt sich auch im Garten wohl, weist zur wilden Schwester jedoch einige grundlegenden Unterschiede auf.

 

Kulturheidelbeeren unterscheiden sich von ihren wilden Verwandten dadurch, dass sie größer sind und kein blaues, sondern weißes Fruchtfleisch haben. Geschmacklich sind Wildheidelbeeren wesentlich aromatischer als kultivierte Heidelbeeren. Wildheidelbeeren enthalten viel Vitamin C, E und K, wobei Kulturheidelbeeren im Vergleich etwas schlechter abschneiden. Insbesondere die Wildfrüchte sind auch eine sehr gute Mangan-Quelle. Dieses Spurenelement unterstützt den Aufbau von Kollagen, stimuliert die Bildung von Knorpel- und Bandscheibengewebe und leistet überdies einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen freie Radikale.

Diabetiker werden oft grundsätzlich vor Obst gewarnt, da dieses Fruchtzucker enthält. Heidelbeeren haben allerdings nur einen geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Inzwischen haben diverse Studien gezeigt, dass die Pflanzenstoffe der Heidelbeere antidiabetische Eigenschaften haben, da sie u. a. die Insulinresistenz verbessern.

Ihre auffallende blaue Farbe verdanken die kleinen Beeren pflanzeneigenen Farbstoffen, die als Anthocyane bezeichnet werden. Anthocyane zählen zu den stärksten Antioxidantien und wirken z. B. gegen Entzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übergewicht, Diabetes, Alzheimer, Parkinson sowie Krebs. Bei Kulturheidelbeeren, die ein weißes Fleisch haben, stecken die Anthocyane nur in der Schale, weshalb sie einen geringeren Gehalt davon aufweisen als Wildheidelbeeren.