Erfolgreicher Abschluss der Skibergsteiger-WM in Andorra

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Sophia Wessling vor allem im Sprint stark

Sophia bei ihrem Sieg im Sprint-Halbfinale

Zum Abschluss einer Saison mit Höhen und Tiefen, bei der die gerade 18 Jahre alt gewordene Lindauer Skibergsteigerin Sophia Wessling erstmalig an Weltcuprennen teilnehmen durfte, stand sie vergangene Woche bei der Weltmeisterschaft im Skibergsteigen (englisch: Ski Mountaineering oder Skimo) am Start. Neben den beiden Einzeldisziplinen Sprint und Individual war sie vom Bundestrainer auch für das Staffelrennen der U18-Kategorie nominiert worden. Ihr stärkstes Ergebnis erreichte sie in der Sprintdisziplin, wo sie sich  als beste deutsche U18-Athletin im Finale Platz sechs erkämpfte. Krankheitsbedingt fuhr die deutsche Staffel am folgenden Tag nur auf Rang acht. Im Individual konnte Sophia Wessling auf einem verkürzten, einfachen Kurs ihre technische Stärke nicht ausspielen und musste sich mit Platz zehn begnügen. Trotzdem zieht sie eine positive Bilanz ihrer WM-Teilnahme. Die junge Athletin betreibt das Skibergsteigen erst seit drei Jahren als Leistungssport und wird seit 2019 vom Lindauer Trainingsspezialisten toMotion betreut.

Am vergangenen Dienstag wurde in Andorra die Weltmeisterschaft im Skibergsteigen eröffnet. Mit dabei: die 17-jährige Skibergsteigerin Sophia Wessling aus Lindau am Bodensee. In der Kategorie U18 starteten 17 Athletinnen, die corona-bedingt nur aus sieben, ausschließlich europäischen Ländern stammten. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl gab es beim Sprintrennen anstatt der üblichen zwei sogar drei Sprintdurchgänge. So musste Wessling zunächst einen Qualifikationslauf mit Einzelstarts bestreiten, bei dem sie sich für das Halbfinale qualifizierte. Ihren Halbfinallauf beendete sie als Siegerin und zog mit der insgesamt viertbesten Zeit ins Finale ein. Diese Platzierung konnte sie im letzten Sprintrennen nicht verteidigen und beendete die Sprintdisziplin mit einem hervorragenden sechsten Platz im 17-köpfigen Teilnehmerfeld.

  

Qualifikationslauf im Sprint                                  

Am folgenden Tag stand für sie gemeinsam mit ihren Teamkollegen Finn Hösch und Franz Eder die U18 Mixed-Staffel an. Aufgrund einer Lebensmittelvergiftung in der Nacht zuvor konnte die junge Skibergsteigerin an diesem Tag ihre gewohnte Leistung nicht abrufen und so musste sich die deutsche Staffel mit Rang acht begnügen.

Start des Staffel-Rennens

Das letzte Rennen am Samstag, den 6. März war die Königsdisziplin: das Individual, bei dem die Skibergsteiger sowohl lange Aufstiege, als auch Abfahrten zu bewältigen haben. Kurz vor dem Start wurde die Strecke aufgrund des Neuschnees von 1100 auf 820 Höhenmeter verkürzt und vom freien Gelände auf die Piste verlegt. Der relativ einfache Streckenverlauf war für die Lindauerin kein Vorteil, weil ihre Stärke vor allem in technisch schwierigen Aufstiegen und Abfahrten liegt. So erreichte Sophia Wessling in diesem Rennen mit einer Zeit von knapp über einer Stunde Platz zehn. Siegerin des Individual-Rennens wurde ihre deutsche Teamkollegin Antonia Niedermaier, die – ebenso wie in der Disziplin Vertical - den Weltmeistertitel mit nach Hause nahm. „Dies war für mich auf jeden Fall ein gelungener Abschluss für die WM 2021“, fasst Sophia Wessling, die am vergangenen Sonntag ihren 18. Geburtstag feierte, ihre WM-Teilnahme zusammen. „Die Saison 20/21 ist für mich nun beendet. Jetzt heißt es regenerieren und dann in der nächsten Saison wieder angreifen.“.

Auch ihre Trainerin Andrea Potratz von toMotion fasst die Saison positiv zusammen: „Sophia hat sich über die vergangenen Monate hinweg super entwickelt. Sie hat im Sommer trotz der Corona-Einschränkungen konsequent trainiert und ist mit einer Top-Form in die Wettkampsaison gestartet. Leider spiegeln die Ergebnisse das nicht bei allen Wettkämpfen wider. Sophia hat dieses Jahr mehrfach Pech gehabt und konnte ihre Leistung aufgrund äußerer Umstände (Krankheit, Schulstress etc.) nicht in vollem Umfang abrufen. Einige super Ergebnisse bei den Weltcups und auch beim WM-Sprintrennen zeigen aber, dass sie sich auf dem richtigen Weg befindet und wir arbeiten daran, ihre Leistungsfähigkeit langsam, aber nachhaltig zu entwickeln. Sie hat sich ihre Saisonpause redlich verdient und ich freue mich, wenn wir das Training in einigen Wochen wieder aufnehmen.“.