Triathlon - die Königsdisziplin bei den Ausdauersportarten

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Frank Seeger stellt seine Sportart vor

Triathlon ist die „Königsdisziplin“ bei den Ausdauersportarten. Die Wettkämpfe sind eine Kombination aus den Einzelsportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen und beanspruchen daher nicht nur das Herz-Kreislauf-System der Sportlerinnen und Sportler, sondern auch unterschiedliche, über den gesamten Körper verteilte Muskelgruppen. Damit ist diese Sportart prädestiniert für eine professionelle Trainingssteuerung in Form von Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung. Frank Seeger ist einer der Sportler, die von einer Betreuung durch die toMotion-Trainingsexperten profitieren. Ein einschneidendes Erlebnis hat den kaufmännischen Geschäftsführer eines Unternehmens der Branche der erneuerbaren Energien,der 2021 seinen fünfzigsten Geburtstag feiert, zum Triathlon gebracht. In seiner Jugend Hochleistungsschwimmer, entwickelte sich Frankals Erwachsener zum Workaholic undSportmuffel und verdoppelte sein Körpergewicht nahezu. Dies wurde ihm an Silvester 2016 schmerzlich bewusst und so startete er seine zweite sportliche Karriere in der Sportart Triathlon. Dafür nahm er innerhalb von kurzer Zeit 25 Kilo ab und bestritt bereits 2018 seinen ersten Triathlon-Wettkampf in der „Olympischen Disziplin“ (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen). 2019, mit Trainings-Unterstützung durch Andrea Potratz von toMotion, folgte der erste Halbdistanz-Ironman, für 2022 hat er sich einen Volldistanz-Ironman (3,8 km / 182 km / 42,2 km) vorgenommen. Sein großes Ziel ist die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii (angedacht für 2024/2025). Frank lebt nach dem Motto „ganz oder gar nicht“… In unserem Interview erzählt der Berg-Enthusiast, wie er zum Triathlon kam, wie er für seine Sportart trainiert und worauf es aus seiner Sicht beim Triathlon in Training und Wettkampf besonders ankommt.

Hallo Frank, bitte stelle dich kurz vor.

Mein Name ist Frank Seeger. Ich bin gerade noch so 49 und wohne seit mittlerweile fast zehn Jahren im Allgäu (Eisenharz). Zuvor hatte ich über 30 Jahre im Großraum Stuttgart gelebt und gearbeitet, bevor mich der Beruf – nicht die Liebe – in diese wunderschöne Region zog.

Was möchtest du uns aus deinem Privatleben verraten?

Familienfoto von 2019

Im Juni 2021 bin ich 20 Jahre mit meiner Frau Katrin verheiratet. Wir können uns glücklich schätzen, drei gesunde und liebenswerte Kinder zu haben (16, 17 und 19 Jahre alt). Ich selbst arbeite leider seit ca. vier Jahren nicht mehr hier in der Gegend und pendle aus beruflichen Gründen jede Woche für vier Tage in den Raum Ansbach. Da ich mich dort in verantwortlicher Stellung für den finanz- und kaufmännischen Bereich einer internationalen Unternehmensgruppe mit > 500 Mitarbeitern befinde, sind Geschäftsreisen nicht unüblich. Die Abwesenheit wäre also so oder so zu einem gewissen Teil gegeben. Da ich mich bei meinem vorherigen Arbeitgeber im Raum Allgäu auch zu rund 50% in Asien oder Afrika aufgehalten hatte, haben wir, als der Wechsel anstand, „im Familienrat“ beschlossen, dass ein Umzug in den Raum „Fränkische Seenplatte“ nicht zur Disposition stand. Wir waren und sind immer noch von der „Faszination Berge“ gefangen. Wer will schon Berge gegen „Erdkrümmung“ – ähm nahezu Flachland eintauschen? Nach inzwischen vier Jahren kann ich nur sagen, es war die definitiv richtige Entscheidung.

 

2019: Staffeltriathlon mit dem Familienteam „The black sheep“. Links der Zieleinlauf von Läuferin Svenja, flankiert von Bruder Sören (Radfahren) und Papa Frank (Schwimmen).

Welche Sportarten betreibst du und seit wann?

Ich habe mit dem Triathlon am 02.01.2017 begonnen. Warum ich das so genau weiß? Kleiner Schwank aus den bis dahin härtesten zehn Minuten meines Lebens:

31.12.2016 23:45h:    Es ist Silvester. Wie jedes Jahr beschließen wir, nach draußen zu gehen, um anzustoßen und ein paar wenige Böller los zu lassen.

31.12.2016 23:46h:    Ich gehe zur Garderobe. Es soll kalt sein heute Nacht, also ziehe ich meine dicke Winterjacke an. Ich stelle mir die Frage, ob ich
                                   eher warmes oder eher leichtes Schuhwerk anziehe.

31.12.2016 23:47h:    Ich entscheide mich für die warme Version, schnappe mir die Schuhe und setze mich – geschafft von der Entscheidung und der
                                   Anstrengung des Aufstehens und Anziehens der Winterjacke - wieder auf unsere Sitzbank im Flur, um mir die Schuhe zu
                                   schnüren.

31.12.2016 23:49h:    Linker Hausschuh aus, Schnürschuh an. Nun die Herausforderung: Schuhe binden! Ich werde kurzatmig, halte die Luft an. Richte
                                   mich wieder auf, da die Zeit des Luftanhaltens zu kurz war, um die Schuhe zu schnüren.

31.12.2016 23:50h:    „Verdammt!“, fährt es mir durch den Kopf. Die Kompression meines Fettgewebes, das gefühlte Zusammenquetschen meiner
                                   Innereien wie eine Zitrone stellen für mich in dieser Nacht eine ungeahnte Hürde dar. Die Weihnachtszeit 2016 und eine weitere
                                   Gewichtszunahme von acht Kilogramm fordern ihren Tribut. Als ehemaliger Hochleistungssportler Schwimmen (damals noch
                                   weit, nicht tief) weiß ich zu kämpfen. Aufgeben gibt es nicht!

31.12.2016 23:53h:    Drei weitere Minuten kämpfe ich bis nahe an die Bewusstlosigkeit, um diese beiden besch… Schuhe an meine Füße zu „tackern“.
                                   Vor meinen Augen läuft ein Film ab: 100 m Freistil zu meinen besten Zeiten - 56,6 Sekunden. Die Arme schmerzen die letzten 25
                                   Meter, die Lunge brennt, dem Übergeben nahe. Die Ähnlichkeit der Situationen ist für mich zu diesem Zeitpunkt verblüffend und
                                   zugleich ernüchternd.

31.12.2016 23:55h:    Geschafft. Zwei Schuhe sind an meinen Füßen, Silvester nicht verpasst. Der Entschluss ist gefasst: es muss sich was ändern, so
                                   kann es nicht weitergehen!

Wie in meinem 10-Minuten-Zeitraffer erwähnt, habe ich in meiner Jugend ca. zehn Jahre Hochleistungssport Schwimmen betrieben. Ich war im Baden-Württembergischen Jugendkader mit dem Ziel, irgendwann gut genug zu sein, um an Europameisterschaften teilzunehmen. „Kampfgewicht“ zwischen 63 und 65 kg bei 1,84 m Größe. Damals habe ich darum gekämpft, nicht unter dieses Gewicht zu rutschen. Tägliche Mindestration: 6.000 Kalorien, um nicht weiter abzunehmen. Trainingszeit pro Woche: 35 - 38 Stunden. Kampfgewicht am 02.01.2017 – 116,3 kg. Was für eine Entwicklung!

Triathlon hatte mich zu meiner Schwimmerzeit (bis ca. 1990) bereits extrem gereizt, ich bin aber dem reinen Schwimmsport (und Wasserball) bis dahin immer treu geblieben. Anschließend habe ich dann 25 Jahre lang keinen Sport mehr ausgeübt. Als mir klar wurde, ich will und muss wieder Sport treiben, kam für mich nichts anderes als Triathlon in Frage.

Könntest du uns die Sportart Triathlon kurz vorstellen?

Triathlon ist eine Kombination der Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen. Die drei Sportarten werden nacheinander, ohne Pause, durchgeführt. Die Pause besteht lediglich darin, sich ggf. umzuziehen bzw. die Kleidung für das Radfahren oder Laufen anzupassen.

Eine besondere Herausforderung im Wettkampf liegt beim Wechsel von einer in die andere Sportart sowie darin, sich das Rennen richtig einzuteilen. Gerade im Age-Grouper-Bereich ist es spannend, dass man relativ gut merkt, wer – aus der Jugend kommend – wo seine Stärken hat. Das macht es irgendwie auch interessant und abwechslungsreich. Das Umfeld und die Wettkämpfe machen wirklich Spaß. Irgendwie wie eine kleine Familie. Und: Ich liebe die Pasta-Partys am Abend zuvor :-).

Wie bist du zu diesem Sport gekommen und was bedeutet er dir?

Grundsätzlich wie zuvor ausgeführt. Zusätzliches:

Der Sport ist für mich – gerade als Spätstarter – optimal. Da ich selbst ca. fünf Jahre lang Schwimmtrainer war und dabei mein Glück auch immer wieder mit Erwachsenen versucht hatte, kann ich bestätigen, was in Büchern zum Triathlon steht: Wer bereits gut schwimmen kann, hat als Spätstarter Vorteile. Schwimmen im Erwachsenenalter zu lernen oder erheblich zu verbessern, ist extrem schwierig und zeitintensiv. So kann ich mein Training auf meine schwächeren Disziplinen - Laufen und Radfahren - fokussieren. Eine Stunde Training die Woche reicht, um bei 1.900 m Schwimmdistanz nach ca. 30 Minuten aus dem Wasser zu kommen. Sicherlich wären noch bis zu zehn Minuten Verbesserung möglich. Der Trainingseinsatz würde jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Beim Laufen und Radfahren hingegen habe ich in Summe noch ein Potential von Stunden …

Zudem ist Triathlon, was das Training betrifft, für mich optimal. Wenn ich im europäischen Ausland unterwegs bin, findet sich immer die Möglichkeit, irgendwo zu laufen. Teilweise habe ich auch mein Fahrrad dabei (je nachdem MTB oder Rennrad). Auch ein Neoprenanzug befindet sich im Auto, um ggf. im Raum Ansbach oder unterwegs in einen See zu springen und kurz eine Stunde zu trainieren.

Der Triathlonsport bedeutet für mich Abwechslung und Kraft tanken. Es ist wie ein „reboot“ meiner Gedanken und meines Kopfes. Nach dem Ende meiner schwimmsportlichen Laufbahn hatte ich mich in die Arbeit gestürzt. Wöchentliche Arbeitszeiten unter 70 Stunden waren die Ausnahme. Man konnte mich, und manche tun das sicherlich immer noch, als Workaholic bezeichnen. Eine Zeit lang bestand mein Leben nur noch aus Arbeiten, Essen, Schlafen. Also keine Bewegung, aber sehr viel „Nerven-Nahrung“. Mittlerweile nutze ich die Trainingszeiten, um meine Gedanken zu sortieren. Zusätzlich habe ich,seit ich ca. 25 kg Gewicht verloren habe und regelmäßig meinen Sport mache, keinerlei Gelenkprobleme mehr. Mir geht es rundherum gut. Bei meinen Fahrradtouren (im Urlaub oder auch daheim) lerne ich die Umgebung ganz anders kennen. Gerade im Sommer genieße ich es, bereits morgens um fünf oder sechs Uhr zu starten, mehr oder weniger alleine unterwegs zu sein und zu sehen, wie die Sonne die Berge erklimmt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich nun auch konzentrierter und intensiver – und vor allem weniger – arbeite. Sprich trotz relativ hoher Trainingsintensität geht der berufliche Output nicht verloren. Die Arbeit ist letztlich effizienter und effektiver geworden.

Wie trainierst du (was und wie viele Stunden pro Woche)?

Ich trainiere so, wie Andrea es mir befiehlt :-). Mein erstes Ziel 2018 war, die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) in Hamburg zu absolvieren. Das habe ich damals noch ohne externen Trainer gemacht. Trainingszeit die Woche ca. 6 - 8 Stunden. Das nächste Ziel war dann 2019 die Halbdistanz Ironman (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen). Mein Wettkampf fand in Österreich in Zell am See statt. Es war mir klar, dass ich hier nicht ohne externe Hilfe auskommen würde - dafür ist mein Anspruch zu hoch. Was ich auf keinen Fall wollte war, im Wettkampf „blau zu gehen“, weil ich eine falsche oder schlechte Vorbereitung hatte. Seit Dezember 2018 ist Andrea Potratz von toMotion meine „Trainings-Chefin“. In der Vorbereitung auf den Halbdistanz Ironman lag mein Trainingsaufwand von Dezember 2018 bis August 2019 bei ca. 13 Stunden pro Woche. Neues Ziel für 2021 (wegen Corona nun verschoben auf 2022): Volldistanz Ironman – 3,8 km Schwimmen, 182 km Radfahren, 42,2 km Marathon. Zeitbedarf nun 14 - 16 Stunden die Woche.

Bei Andrea mache ich zwei Mal im Jahr Leistungsdiagnostiken, um zu sehen, wo ich stehe. Überwiegend am Wochenende finden die langen Trainingseinheiten – speziell  Radfahren Samstag/Sonntag jeweils 4 - 6 Stunden – statt. Unter der Woche dann eher das Lauf-, Kraft- und Schwimmprogramm. Die kürzeren Einheiten kann ich besser zwischen, vor oder nach geschäftliche Termine packen. Die Entscheidung fällt dann oft kurzfristig. Morgens um 5 Uhr schnell noch joggen, oder doch noch kurz die Mittagspause verlängern, einen Termin verschieben und in den kleinen Brombachsee zum Schwimmen gehen. Zum Glück bin ich bei meiner zeitlichen Einteilung extrem flexibel und kann alles ggf. kurzfristig anpassen.

Worauf kommt es beim Triathlon bei Training und Wettkampf besonders an?

Da bin ich, glaube ich, zu wenig Profi, um eine saubere Expertise abzugeben. Ich kann nur meine Eindrücke darstellen und sagen, was bei mir funktioniert.

Das wichtigste im Wettkampf für mich ist, mit dem Schwimmen erst einmal in den Wettkampf zu finden. Nicht überpacen und zu viel wollen - man hat ja noch ein paar Stunden vor sich. Da Triathlon ein Ausdauersport ist, schaue ich, dass sich mein Puls beim Radfahren und Laufen zwischen 150 und 160 bewegt, bis auf die letzten 30 - 60 Minuten. Ein weiterer Anker ist eine ausreichende Wasser-/Getränkeaufnahme und entsprechend Nahrung. In den zwei Wochen vor den Wettkämpfen trinke ich eher in Richtung drei Liter täglich, um den Wasserspeicher aufzufüllen. Bin damit bisher immer gut gefahren, auch wenn wahrscheinlich nicht wissenschaftlich erwiesen :-). Bananen und Riegel funktionieren bei mir als Nahrungsaufnahme am besten. Die scheußlichen Gels verwende ich erst in den letzten ca. 1 bis 1,5 Stunden. Auch eine gute Frühstücksgrundlage vor dem Wettkampf – wenn auch schon zwischen vier und fünf Uhr morgens, da die Starts bei der Voll- und Halbdistanz recht früh sind – ist wichtig. Hier esse ich meist ein bis zwei Toasts oder helle Brötchen mit Marmelade oder dergleichen. Ist inzwischen schon so etwas wie ein Ritual.

Beim Training achte ich darauf, dass ich das einhalte, was Andrea mir schreibt :-). Ehrlich gesagt bin ich ganz froh darüber, dass ich sonst auf nichts achten muss. Für die Grundlagenausdauertrainings ist es im Allgäu schon schwer genug, einigermaßen ebene Fläche zu finden, um fünf bis sechs Stunden Rad zu fahren oder 1,5 Stunden zu laufen…

Ansonsten kann ich nur dazu raten, gutes Schuhwerk zu kaufen, sonst macht man sich nur die Füße und Beine kaputt. Ich habe den Vorteil, dass meine Gelenke durch meinen Sport in der Jugend nur wenig belastet sind. Bei Fußballspielern sieht das wahrscheinlich schon anders aus. Ich bin von Anfang an in einen Schuhladen gegangen, welcher auf Laufschuhe spezialisiert ist, meine Beine vermessen hat und darauf geschaut hat, dass die Schuhe zu mir passen. Seitdem hatte ich nie Probleme mit meinen Gelenken.

Wie gut schaffst du es, dein Training und die Wettkämpfe mit Beruf, Familie und Freunden in Einklang zu bringen?

Ich denke recht gut, das ist einfach eine Frage des Wollens. Es ist so wie alles im Leben: wenn man es gerne macht, es einem wichtig ist und man sich klar ist, welchen Nutzen man für sich persönlich daraus zieht, dann ist es keine Belastung, diesen Einklang hinzubekommen. Natürlich hängt das auch am Partner und an der Familie. Inwiefern man gegenseitig die Veränderung zulässt und aufeinander zugeht. Meine Frau würde sagen, bei mir gibt und gab es schon immer nur „schwarz oder weiß“, „ganz oder gar nicht“. „Etwas Sport“ liegt mir nicht. Ich benötige ein Ziel, letztlich auch den „Druck“ - wobei es für mich nicht Druck ist, sondern die Freude auf das, was ich erreichen werde. Ich weiß aber auch, an dem Tag, wo ich beginne „faul“ zu werden, fange ich wieder an, dauerhaft weniger zu tun. Zum Glück hat sich der 31.12.2016 eingebrannt. 116,3 kg sind keine Option!

Ich glaube, dass auch meine Familie und Freunde etwas davon haben. Ich habe zwar weniger Zeit, bin dafür aber auch ausgeglichener. Da mir auch meine Frau und meine Familie wichtig sind, versuche ich Trainingseinheiten auf den frühen Morgen zu legen, wenn die Familie noch schläft, damit die gemeinsame Zeit nicht so belastet ist. Nachdem meine Frau und ich dieses Jahr nach 20 Jahren Abstinenz wieder Motorräder angeschafft haben und dazu noch einen genialen Gasgrill, habe ich schon im Spaß gesagt: „Jetzt wird das Wochenende stressig: Familie, Freunde, Grillen, Motorrad, Sport … und dann noch etwas arbeiten.“ :-)

Passt du deine Ernährung an den Sport an und wenn ja, worauf achtest du?

Ehrlich gesagt glaube ich zu wenig, aber schon viel, viel mehr als zu meiner 116,3 kg-Zeit. Es sind immer solche Phasen. Derzeit fällt es mir wieder schwerer, weshalb ich mich auch nicht auf das Gewicht heruntergearbeitet habe, wo ich gerne wäre. Momentan sind das 95 kg, geplant für die Wettkämpfe 85 kg. In meiner Abnehm-Zeit kam der größte Effekt daraus, dass ich das, was ich gegessen hatte, in einer App erfasst habe, um nicht über die Kalorienzahl pro Tag zu kommen. Das alleine hat bereits 20 kg herunter purzeln lassen. Damit einher ging automatisch, keine Chips, Süßigkeiten, weniger Wurst, mehr Gemüse etc. zu essen. Mit meinem nächsten sportlichen Ziel werde ich hier aber sicherlich nochmals intensiven Rat bei Andrea holen, um mich auch dadurch noch zu verbessern.

Gibt es für dich noch etwas anderes als Beruf und Sport?

Siehe oben: Motorrad, Grillen, Familie… Mit Wohnwagen oder jetzt mit Motorrad verreisen. Mit meiner Frau und einem Freund hatte ich 1999 eine 10-Tages-Tour mit den Motorrädern nach Irland gemacht. 2000 dann nach Sardinien und Korsika.

 

Auch bei Motorradtouren sind eine Badehose, ein Neopren oder Laufschuhe immer dabei. Meine Ducati Multistrada kann so manches laden. Mein Sohn ist dabei, ebenfalls noch den A2 und A-Führerschein zu machen und so freuen wir uns darauf, in Zukunft mit unseren Kindern ggf. mit drei oder vier Maschinen Ausfahrten vom Allgäu aus in die Berge, nach Italien, in die Schweiz oder nach Österreich zu machen.

Was hast du in deiner Sportart schon erreicht?

Im Triathlon habe ich 2018 in Hamburg an der olympischen Disziplin teilgenommen. Ich war mit einer Zeit von 2:42 Std. absolut happy.

 

Dann 2019 die Teilnahme an meinem ersten Halbdistanzrennen Ironman in Zell am See. Ankunftszeit dort nach 6:17 Std. Nicht ganz mein erhofftes Ziel von unter 6 Std.. Der Bergaufstieg war doch zäher und hat mich mehr Zeit gekostet als gedacht. Aber ich habe das Rennen in vollen Zügen genossen. Bestes Sonnenwetter, nicht zu warm und: nicht blau gegangen. Ein Traum!

 

Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt?

Das nächste Ziel ist der 140.6 Ironman – Volldistanz Triathlon. Start dann hoffentlich im Sportjahr 2022. Meine Gedanken kreisen aber bereits um das nächste Ziel, das ich danach angehen möchte (Andrea! Aufpassen! :-)). Erreichen der Qualifikation für den Ironman auf Hawaii. Realistisches Erreichen dann für 2024/2025. Auf Hawaii zu starten wäre dann wirklich der Höchste aller Träume.