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Seit April 2019 ist der bikeDoc in Lindau Test- und Servicecenter für Bold Cycles. Von diesem innovativen Schweizer Bike-Hersteller stammt die „Internal SuspensionTechnology“ (kurz: IST), ein im Rahmen verbauter Dämpfer, mit der Bold bereits Innovationspreise gewonnen hat. Die Ingenieure von Bold nutzen dabei die vielfältigen Möglichkeiten, die der Werkstoff Carbon im Rahmenbau bietet, nicht nur optisch, sondern auch konstruktiv konsequent aus. Die Funktionsweise und Vorteile der IST-Technologie erläutert Pascal Schmutz von Bold so:

Die Hebelkonstruktion der patentierten Internal Suspension Technology IST bildet das eigentliche Herzstück des Systems. Der dreiteilige Link leitet die äusseren Hebelkräfte ins Innere des Rahmens. Über eine einzige zentrale Titanschraube mit Feingewinde werden die drei Hebelarme passgenau zusammengefügt.


Am Unterrohr befindet sich – abgedeckt durch den mit zwei Schrauben befestigten Unterrohrschutz – die Wartungs- und Montageöffnung für den Dämpfer. Diese Öffnung dient auch zur Einstellung des Fahrwerks: Ventil und Rändelrad zur Zugstufeneinstellung sind somit geschützt und über die zwei Schrauben einfach zu erreichen. Durch das Lösen einer einzigen Titanschraube lassen sich die beiden äußeren Hebel vom inneren Hebel trennen und vom Rahmen entfernen. Der Dämpfer kann dadurch zusammen mit dem inneren Hebel auf einfache Weise aus dem Rahmen entfernt werden. Der bikeDoc in Lindau kennt sich als offizieller Servicepartner von Bold mit dem IST-Dämpfersystem übrigens bestens aus.

Präzises Engineering und sorgfältige Herstellung für einen kompakten und steifen Umlenkhebel – das Herzstück eines jeden Bold Bikes. Abgebildet sind die ersten im 3D-Druckverfahren hergestellten Hebel sowie die finale Version:

Durch den im Rahmeninnern platzierten Dämpfer ergeben sich sieben wesentliche Vorteile zu den bisherigen Konstruktionen:

  1. Geringes Gewicht und hohe Steifigkeit über ein extrem kompaktes und steifes Wippensystem. Die Wippe, die den Dämpfer direkt anlenkt, befindet sich nach der Drehachse innerhalb des Rahmens, wodurch mit der Internal Suspension Technology nicht „um Rahmenrohre herum“ konstruiert werden muss. Die Wippenarme können massiv kürzer gehalten werden als bei herkömmlichen Wippensystemen, was das Gewicht spürbar reduziert.
  2. Beste Fahrdynamik durch einen tiefen Schwerpunkt des Rahmens. Dämpfer und Wippe sind an der absolut tiefsten Position innerhalb des Rahmendreiecks eingebaut, wodurch ein unschlagbar tiefer Gesamtschwerpunkt des Rahmens geschaffen wird.
  3. Rundum geschützter Dämpfer. Nicht nur Schmutz, Schlamm und Staub können dem Dämpfer bei herkömmlichen Systemen zusetzten. Auch UV-Strahlen schwächen mit der Zeit Dichtungen und andere Gummi- und Kunststoffkomponenten. Mit der Internal Suspension Technology werden Dichtungen deutlich weniger beansprucht und herumwirbelnde Steine oder Stürze stellen keine Gefahr für das sensible Herzstück der Feder- und Dämpfungstechnologie dar.
  4. Null Querkräfte. Bei der Internal Suspension Technology werden auftretende Kräfte aus dem Hinterrad über die Wippenkonstruktion auf einen 42 mm Lagersitz geleitet und massiv abgestützt. Erst dann werden sie über eine solide 30 mm Achse ins Rahmeninnere geleitet. Der Dämpfer befindet sich zwischen den zwei groß dimensionierten Wippenhauptlagern und ist konstruktiv von eintretenden Querkräften des Hinterbaus vollkommen entkoppelt. Dadurch wird der Dämpfer zu 100 % in seiner konstruktiv vorgesehenen Linearachse belastet und es werden keine Querkräfte über den Dämpfer abgestützt. Das erhöht die Langlebigkeit des Dämpfers spürbar.
  5. Steifigkeit und Gewichtseffizienz durch gerade Rohrverbindungen. Die Kompaktheit der IST Feder- und Dämpfungstechnologie schafft Raum. Wo andere Systeme mittels gekrümmter Rohre nachträglich Bauraum für Dämpfer oder Trinkflasche schaffen müssen, setzt Bold auf die Effizienz gerader und direkter Rahmenrohre. So findet selbst in Rahmengrösse „S“ (small) eine große Trinkflache ohne weiteres Platz.
  6. Absolut intuitive Bedienung. Der Dämpfer wird wahlweise über einen Hebel oder einen Drehgriff am Lenker in zwei (Rock Shox) oder drei Stufen (DT Swiss) angesteuert. Mit dieser intuitiven Bedienung ist der Dämpfer in Sekundenschnelle im gewünschten Modus.
  7. Neutralität bzgl. Antriebs- und Bremsverhalten. Durch die Kompaktheit des Dämpfersystems fahren sich die Bold Bikes auch im Open Mode mit viel Vortrieb und Grip.

Haben wir dein Interesse geweckt? Bold-Testräder sowie Experten, die dir Fragen zum IST-Dämpfersystem beantworten können, findest du beim bikeDoc in der Bregenzerstr. 35 in Lindau am Bodensee: www.der-bikedoc.de.
Weitere Informationen zum Produkt findest du auf der Bold-Homepage: https://www.boldcycles.com/


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Rückblick auf den Bold Cycles Test Day in Lindau

Bold Cycles ist ein noch junger, aber sehr innovativer Hersteller aus Biel in der Schweiz und seit April 2019 Partner von „der bikeDoc“ in Lindau. Am Samstag, den 6. Juli 2019 war Pascal Schmutz von Bold beim bikeDoc zu Gast, um interessierten Bikern Rede und Antwort zu den Bold Cycles zu stehen. Dabei durften die Gäste die eleganten Stahlrösser nicht nur begutachten und Pascal Löcher in den Bauch fragen, sondern konnten sich auf einem sechs Kilometer langen, beschilderten Rundkurs auch von deren exzellenten Fahreigenschaften überzeugen.

 

Aktuell umfasst die Bold-Produktpalette fünf Modelle: zwei Trailbikes, zwei Allmountain-Bikes sowie eine „Stylerakete für den harten Enduro-Einsatz“, so der Hersteller. Allen Bikes gemeinsam ist das einzigartige Design mit versteckt im Rahmen verbautem Dämpfer. Das sieht nicht nur super aus, sondern fährt sich auch super. Damit jeder Interessent auf seiner Proberunde ein Maximum an Fahrspaß hatte, stellte Pascal Gabel und Dämpfer sowie natürlich die Sattelhöhe individuell auf jeden Testfahrer ein. So wurden die Bold Cycles von den Bikern auf dem in die Testrunde integrierten Trail über Wurzeln und Stufen gejagt, um die Fahreigenschaften auf Herz und Nieren zu prüfen. Da an allen Bikes die Direttissima-Bremse von Trickstuff sowie SQlab-Sättel verbaut waren, hatten die Besucher gleichzeitig Gelegenheit, auch die Produkte dieser beiden Hersteller zu testen. Pascal hat den Test Day in Lindau so erlebt:

„Frühmorgens machte wir uns mit neun Testbikes vom Bold Hauptsitz in Biel auf den Weg an den schönen Bodensee. Vor Ort fanden wir mit der bikeDoc-Werkstatt und dem großen Platz des Landratsamts eine perfekte Location vor. Kaum hatten wir alles fertig aufgestellt, trafen auch schon die ersten interessierten Testfahrer ein. Nach der Setup-Einstellung gab Andrea letzte Anweisungen zur Testrunde und der erste «Rush» an Testfahrer war bereits unterwegs auf den Lindauer-Trails. Über Mittag wurde der Grill angeworfen, gemütlich zusammen gesessen und gefachsimpelt. Nach der Stärkung brachen wir dann mit einer etwas dezimierten Crew am späten Nachmittag zum Social-Ride auf. Zurück kamen alle trocken und mit einem Lächeln im Gesicht. Besser hätte ein Testevent nicht enden können… Vielen Dank an Andrea für die beispielhafte Organisation und allen Helfern für ihren Einsatz. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe!“


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Ein Blick über den Tellerrand

Der Name unseres Teams toMotion Racing by black tusk verrät es: ursprünglich wurde das Team von und für Racer gegründet. Doch mit den Jahren hat es sich kontinuierlich weiterentwickelt und steht inzwischen für eine Vielzahl an Mountainbike-Interessen. Etliche unserer Teammitglieder fahren keine Rennen, sondern suchen sich ihr Abenteuer auf dem Mountainbike auf anderen Gebieten. Einige davon wollen wir dir im Folgenden vorstellen – wer weiß, vielleicht inspirieren sie dich ja dazu, mal etwas völlig Neues auszuprobieren?

Klar, Rennen sind das eine. Der Adrenalinkick, wenn du dich auf der Strecke mit anderen misst, in den Anstiegen das Laktat in den Beinen spürst, im Downhill-Trail deine technischen Qualitäten ausspielst und im Zielsprint um jeden Zentimeter kämpfst. Die Rennerfolge unserer Fahrerinnen und Fahrer sind das, was uns in der Öffentlichkeit bekannt und unser Team für die Sponsoren interessant macht. Doch in unserem heutigen Beitrag wollen wir unseren Blick mal ein wenig schweifen lassen und schauen, was uns der Mountainbike-Sport sonst noch zu bieten hat.

Stichwort „Beschilderte Trailnetze“

Viele Gegenden in Deutschland bieten wunderschöne Landschaften mit tollen Mountainbike-Revieren. Manche Mountainbiker haben das Glück, solch ein Revier direkt vor der Haustür zu haben und im täglichen Training nutzen zu können. Aber schöne Mountainbike-Gegenden sind durchaus auch mal eine Reise wert. Warum nicht den nächsten Urlaub in einem Gebiet verbringen, das über ein beschildertes Wege- bzw. Trailnetz verfügt? Einen ausgewiesenen Experten in diesem Bereich haben wir in unserem Team toMotion Racing by black tusk: Christian Ludewig, der mit seiner Firma Pro-cyCL unter anderem Tourismusverbände, Landkreise und Gemeinden dabei unterstützt, neue MTB-Wegenetze aufzubauen und auszuschildern. So z.B. in seiner Heimatgemeinde Freudenstadt, in deren Umkreis ein tolles Wegenetz Mountainbike-Enthusiasten von nah und fern anlockt. Oft sind die Wegenetze auch an Bikeparks und/oder MTB-Strecken (in Freudenstadt z.B. die Bundesliga-Strecke) angeschlossen. Weitere MTB-Wegenetze sind unter anderem im Pfälzerwald, im Westerwald, im Fichtelgebirge oder im hessischen Spessart zu finden. Solche Gegenden sind ein Geheimtipp für einen Kurzurlaub, der dich mal nicht in die Ferne und trotzdem weit weg vom Alltag führt.

 

 

 

Stichwort „Bikepark“

Allein in Deutschland gibt es inzwischen flächendeckend eine Menge Bikeparks, die Mountainbiker mit Liftservice und jeder Menge Abfahrtsspaß locken. Schaut man über die Grenze, sind es in den Alpen natürlich vor allem die Skigebiete, die ihr Saisonloch im Sommer inzwischen erfolgreich mit dem Mountainbikesport überbrücken. Ein Besuch im Bikepark ist eine Riesengaudi – ob allein, mit Freunden oder mit der Familie. Natürlich ist er nicht ganz günstig, denn ähnlich wie beim Skifahren braucht man eine Liftkarte, um anschließend unbeschwertes Abfahrtsvergnügen genießen zu können. Aber einen Wochenendausflug ist der Spaß allemal wert und ganz nebenbei kannst du im Bikepark auch prima an deiner Fahrtechnik feilen.

Eine Übersichtskarte mit 25 Bikeparks in Deutschland gibt es in diesem Beitrag des Bike-Magazins:

https://www.bike-magazin.de/touren/deutschland/uebersicht-25-bikeparks-in-deutschland/a41380.html

Quelle Karte: Bike-Magazin, Beitrag „Bike-Republik Deutschland – Teil 1: Bikeparks“ von Gitta Beimfohr am 22.06.2019. Copyright Karte: infochart.

 

 

Stichwort „Stoneman Miriquidi“

Der Stoneman Miriquidi ist eine von Roland Stauder ausgetüftelte Tour im Erzgebirge, die „zwei Länder, neun Gipfel und 4400 Höhenmeter“ umfasst. Sanfte Täler, rauschende Bäche und ursprüngliche Wälder – bestens ausgeschildert führt dich der Stoneman tief in den Miriquidi. Der „Dunkelwald“ wurde bereits in den germanischen Heldensagen als undurchdringliche Herausforderung besungen. Im Verlauf von 162 Kilometern und 4400 Höhenmetern erklimmst du neun der höchsten Gipfel des Erzgebirges, passierst ein Hochmoor und fährst auf den Pfaden von Deutschlands erstem Singletrail Park im Trail-Center am Rabenberg.

Der Veranstalter beschreibt den Stoneman Miriquidi so: „Kein Wettkampfstress. Beim Stoneman bist du dein eigener Maßstab: deine Etappenaufteilung, deine Leistung, dein Mountainbike-Erlebnis. Bezwingst du die Strecke an einem Tag, kannst du die Stoneman-Trophäe in Gold dein eigen nennen. Meisterst du den Stoneman in zwei oder drei Tagesetappen, hast du die Trophäe in Silber oder Bronze verdient. Hauptsache, du hast ein atemberaubendes Erlebnis.“ Die Tour ist nicht termingebunden, d.h. du kannst innerhalb der vom Veranstalter festgelegten „Stoneman-Saison“ zwischen Mitte April und Anfang November jederzeit zu deinem Stoneman Miriquidi aufbrechen. Auch deinen Startpunkt auf der Rundstrecke kannst du frei wählen.

Unser Teammitglied Jan Finster hat den Stoneman Miriquidi Anfang Juni 2019 an einem einzigen Tag gemeistert. Hier findest du seinen Bericht über die Tour: http://www.tomotion-racing.de/news/news-details/article/stoneman-miriquidi-auf-der-jagd-nach-dem-goldenen-stein.html

Link zur Homepage „Stoneman Miriquidi“: https://www.stoneman-miriquidi.com/

Übrigens – weitere „Stoneman“-Touren gibt es in Italien (Dolomiten), der Schweiz und Österreich.

 

 

Stichwort „Alpencross“

Eine Alpenüberquerung ist ein mehrtägiges Abenteuer, das von langer Hand geplant werden sollte und anhand der Routenwahl gut an deine konditionellen und technischen Möglichkeiten angepasst werden kann. Denn je nach Route kann dein Weg mehr oder weniger Höhenmeter und eine beliebige Anzahl an mehr oder weniger anspruchsvollen Trails beinhalten. Mögliche Routen gibt es viele, aber fast alle führen in hochalpine Bereiche, die an Mensch und Ausrüstung besondere Ansprüche stellen. Willst du dich der Herausforderung Alpenüberquerung stellen, solltest du dich also gründlich vorbereiten. Sowohl konditionell, als auch bei der Wahl deiner Ausrüstung und der Route. Wenn du zum ersten Mal eine Alpenüberquerung in Angriff nimmst, mag es hilfreich sein, dich einer geführten Gruppe anzuschließen. toMotion hat im Sommer 2016 mit einer kleinen Gruppe Mountainbike-Abenteurer eine Alpenüberquerung durchgeführt und wenn mehrere Interessenten zusammenkommen, kann ein solcher Event jederzeit wiederholt werden. Außerdem haben wir in einem Newsletter-Beitrag im Juni 2017 zusammengefasst, worauf es bei der Vorbereitung auf einen Alpencross ankommt.

Hier findest du einen Link zum Bericht über den toMotion Alpencross 2016.

Hier findest du einen Link zum Newsletter-Beitrag „Vorbereitung auf einen Alpencross“.

 

 

Stichwort „Hochalpine Abfahrten“

Eine Herausforderung der besonderen Art, die nur für geübte Mountainbiker mit exzellenten Fahrtechnikkenntnissen zu empfehlen ist. Du suchst dir einen Gipfel aus, den du besteigen und von dem du anschließend mit deinem Mountainbike abfahren möchtest. In den Alpen gibt es Berge von über 3500 Metern Höhe, bei denen das möglich ist. Andrea Potratz hat zusammen mit Roland Ast und Claudia Potratz in den vergangenen Jahren beispielsweise das Barrhorn (3610 m) in der Schweiz und den Grande Sassière (3751 m) im französisch-italienischen Grenzkamm der Alpen bezwungen. In beiden Fällen bewältigten sie den Aufstieg zum Gipfel zu Fuß, wobei sie ihre Bikes zeitweise auch tragen mussten. Anschließend folgte eine lange, technisch und konditionell anspruchsvolle Abfahrt, die ihnen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein solches Projekt erfordert eine langfristige Planung und sollte sowohl konditionell als auch von der Ausrüstung her sehr gut vorbereitet werden. Da das Wetter dabei eine entscheidende Rolle spielt, kann es sein, dass die Tour am entscheidenden Tag dann doch kurzfristig abgesagt und vertagt werden muss. Solche Enttäuschungen sind bei hochalpinen Touren leider nicht auszuschließen, aber wer sich der Möglichkeit bewusst ist, wird damit umgehen können. Und es spricht ja nichts dagegen, das Projekt später noch einmal aufzugreifen.

Hier findest du den Link zum Bericht über die Barrhorn-Tour 2014.

Hier findest du den Link zum Bericht über die Grande-Sassière-Tour 2017.

 

 

Stichwort „Ultra-Langstreckenrennen“

Fans von Ultra-Langstreckenrennen sind aus einem besonderen Holz geschnitzt. Bei ihnen ist der Weg das Ziel, denn bei Rennen wie die Transcimbrica, der Highland Trail in Schottland  oder The Navad in der Schweiz (1000 km von Romanshorn nach Montreux) werden im Verlauf von mehreren Tagen Hunderte von Kilometern und Tausende von Höhenmetern auf dem Rad zurückgelegt. Und das in der Regel „self supported“, d.h. ohne ein unterstützendes Support-Team. Daher sind die Teilnehmer als „Bikepacker“ unterwegs und transportieren die auf der Tour benötigten Dinge in Radtaschen am Bike.

Eine Tour, die fast schon Tradition hat und 2019 bereits zum vierten Mal ausgetragen wurde, ist die Transcimbrica. Sie führt von Hamburg aus nach Skagen an der Nordspitze von Dänemark und zurück. 1350 Kilometer und 4200 Höhenmeter an einem Stück. Von Übernachtungen in Sheltern und kurzen Stopps zum Energie-Auftanken beim Bäcker, an der Imbissbude oder beim Supermarkt einmal abgesehen. 2017 war Ralph Nöth, Teammitglied von toMotion Racing by black tusk und bekennender Bikepacking-Junkie, erstmalig auf dieser Tour dabei.

Hier der Link zum Bericht über seine Erlebnisse: http://www.tomotion-racing.de/news/news-details/article/transcimbrica-2017-hamburg-skagen-hamburg.html

Link zur Homepage „Transcimbrica“: https://transcimbrica.wordpress.com/

Link zur Homepage „Highland Trail“: http://www.highlandtrail.net/

Link zur Homepage „The Navad“: http://www.navad1000.ch/

 

 

Stichwort „Mountainbike Orienteering“ (MTBO)

Mountainbike Orienteering ist ein Wettkampfsport, der seine Wurzeln im Orientierungslauf hat, aber auf dem Mountainbike ausgetragen wird. Damit ist MTBO eine absolute Sonderform des Mountainbike-Rennsports. Auch hierfür haben wir einen Spezialisten in unserem Team toMotion Racing by black tusk: Olaf Kaden, mehrfacher Deutscher Meister im MTBO. Ausgestattet mit einer Orientierungs-Spezialkarte, auf welcher der Startpunkt, der Zielpunkt und mehrere Kontrollpunkte im Gelände (sogenannte Posten) eingezeichnet sind, müssen die Teilnehmer eines MTBO-Rennens selbst über ihre Route entscheiden und dabei alle geforderten Kontrollposten schnellstmöglich in der vorgegebenen Reihenfolge anfahren. Über die beste Route entscheidet dabei jeder Teilnehmer selbst. Eine schnelle Routenwahlentscheidung und ein gutes Kartengedächtnis sind neben Ausdauer und guter Fahrtechnik Bausteine für den Erfolg bei einem MTBO-Rennen.

Hier findest du den Link zum Newsletter-Beitrag „MTBO“.

Bei Interesse an dieser Form des Mountainbike-Sports könnt ihr euch mit Olaf Kaden in Verbindung setzen:ulli1412@web.de 

Grundlegende Infos gibt’s auf der Homepage des Deutschen MTBO-Verbands: www.mtbo-deutschland.de

   


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Hast du im Frühjahr und eventuell auch schon in den Wintermonaten gezielt auf deine Rennsaison 2019 hin trainiert? Dann bist du bestens vorbereitet für die Herausforderungen, die dich bei deinen Rennen erwarten. Ob letztendlich der erhoffte Erfolg dabei herausspringt, hängt aber von mehr Faktoren ab als nur von einer guten Vorbereitung. Natürlich sind auch die Tagesform und ein Quentchen Glück ausschlaggebend dafür, welche Platzierung du bei einem Rennen erreichen kannst, aber mit einer guten Rennstrategie kannst du selbst auch noch einiges für deinen Erfolg tun. Als erfahrene Teamchefin des großen Mountainbike-Teams toMotion Racing by black tusk hat Andrea Potratz einige Tipps für dich, wie du den Unwägbarkeiten eines Rennens möglichst gut gewappnet gegenüber trittst.

Material

Erste Voraussetzung für ein erfolgreiches Rennen ist, dass dein Bike gut gewartet und einwandfrei in Schuss ist. So wäre es zum Beispiel extrem ärgerlich, wenn du mitten in einer Abfahrt feststellst, dass deine Bremsbeläge völlig abgefahren sind und deine Bremsen nicht mehr richtig ziehen. Wenn du am Vortag noch einmal überprüfst, ob deine Schaltung einwandfrei funktioniert, die Bremsen in Ordnung sind, die Federgabel und ggf. der Dämpfer ihren Dienst tun und deine Reifen den richtigen Druck haben, dann stimmen die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Rennen. Mit neuen, von dir noch nicht ausgiebig getesteten Teilen am Rad solltest du vorsichtig sein. So kann dir zum Beispiel ein ungewohnter Sattel bei einem längeren Rennen massive Probleme bereiten.

 

Je länger ein Rennen ist, desto mehr Ersatzmaterial solltest du dabei haben. Für einen längeren Marathon empfehlen wir:

  • Minitool mit Kettennieter
  • Kettenschloss
  • kleine Pumpe (die ist mehrfach verwendbar, auch wenn deine CO2-Kartusche bereits aufgebraucht ist)
  • CO2-Kartusche
  • Ersatzschlauch
  • Maxalami
  • Ersatz-Schaltauge

Natürlich ist bei Rennen jedes zusätzliche Gramm ein Ärgernis. Noch ärgerlicher ist es aber, wenn du dir nach einem Defekt nicht selbst helfen kannst und dann zu Fuß zur nächsten Verpflegungsstelle wandern musst in der Hoffnung, dass sie dort die passenden Ersatzteile für dich haben.

Bei längeren Rennen und unsicherer Wetterlage solltest du auf jeden Fall eine Regenjacke mitnehmen. Musst du viele Kilometer durchnässt und ggf. auch mit einem hohen Windchill-Faktor durchfahren, kühlst du völlig aus und deine Leistung bricht ein.

Achte darauf, dass du genügend Getränke dabei hast. Bei starker Belastung (kurze, schnelle Rennen) kommt dein Körper am ehesten mit Gels und/oder kohlenhydrathaltigen Getränken zurecht. Bei längeren Rennen solltest du hingegen auch Riegel mitnehmen (und rechtzeitig essen!).

Anreise

Bei der Anreise zum Rennen gilt: Stress vermeiden! Denn unter Stress eine Top-Leistung abzurufen, ist schwierig. Außerdem sind weder deine Muskulatur noch deine Konzentration auf das Rennen eingestellt, wenn du zuvor mehrere Stunden im Auto gesessen hast. Weitere Unwägbarkeiten liegen im Verkehr (Staugefahr, Verfahren) und in der Parkplatzsuche. Schau deshalb, dass du so früh wie möglich anreist, bei frühen Startzeiten oder langer Anfahrt eventuell auch schon am Vortag. Dann hast du auch noch genügend Zeit für eine Streckenbesichtigung und für ein entspanntes Warmfahren vor dem Rennen.

Streckenbesichtigung

Vorherige Streckenbesichtigungen sind bei kurzen Distanzen natürlich einfacher als bei langen. Sie verschaffen dir einen Vorteil, weil du dann weißt, wo du ggf. angreifen und wo du deine Kräfte schonen kannst. Bei längeren Marathons sollte eine Streckenbesichtigung deutlich früher stattfinden, da sonst die Belastung am Vortag des Rennens zu hoch ist. Du könntest z.B. im Vorfeld des Rennens an einem Wochenende eine Trainingseinheit mit der Streckenbesichtigung verbinden und die Strecke einmal abfahren. Bei Cross Country Rennen bietet es sich an, am Vortag eine Runde als Vorbelastung zu fahren.

Frühstück

Der Tag des Rennens beginnt für dich hoffentlich ausgeschlafen und mit einem guten Frühstück. Steh früh genug auf, so dass du mindestens drei Stunden vor dem Start frühstücken kannst und dein Körper genügend Zeit für die Verdauung hat. Sonst kann es sein, dass dir das Frühstück beim Rennen noch unangenehm schwer im Magen liegt und dich ausbremst. Achte darauf, dass du das frühstückst, was du erfahrungsgemäß gut verträgst und was dir eine gute Grundlage bietet für eine Top-Leistung (siehe unseren Beitrag aus dem letzten Newsletter: „Das richtige Wettkampf-Frühstück“.

   

Warmfahren

Wichtig ist eine Vorbelastung am Tag zuvor, damit der Körper zwar gut erholt ins Rennen geht, aber nicht mehr im „Schlafmodus“ ist. Wir empfehlen, bei der Vorbelastung eine Stunde locker zu fahren mit zwei bis drei kurzen Steigerungen.

Am Renntag ist das Warmfahren abhängig vom Fahrer und seinen Bedürfnissen. Als Faustregel empfehlen wir ca. eine halbe Stunde Warmfahren und dabei ruhig mal an die Schwelle oder auch kurz in den roten Bereich zu gehen, damit alle Systeme im Körper hochgefahren werden und leistungsbereit sind. Am besten funktioniert das Warmfahren auf der Rolle, da du dann vor Ort bist und dich nicht in unbekanntem Gelände verfahren kannst. Auch hier lautet das Stichwort „Stressreduktion“.

Startaufstellung und Startphase

Optimal ist es, wenn du einen Begleiter hast, der sich mit deinem Bike als Platzhalter in den Startblock stellt, während du dich auf einem anderen Bike warm fährst. Ist das nicht möglich, musst du bei der Startaufstellung in Abhängigkeit der Streckenlänge und des Streckenverlaufs taktieren. Kommt gleich am Anfang ein Trail, macht es Sinn, wenn du dich früh in den Startblock stellst. So kannst du Zeitverluste durch Staus vermeiden. Bei Rennen, wo kein Stau zu befürchten ist, kannst du mehr Zeit zum Warmfahren investieren.

 

Grundsätzlich gilt: du solltest mehr auf dich schauen als auf andere, d.h. das Rennen nicht zu schnell angehen. Für die Psyche ist es viel besser, im Verlauf des Rennens nach vorne zu fahren und einen Konkurrenten nach dem anderen zu überholen, als nach hinten durchgereicht zu werden. Dazu hast du bei längeren Rennen in der Regel auch genügend Zeit und es gibt immer eine Menge Leute, die am Anfang losstürmen und gegen Ende dann stark nachlassen.

Strategien während des Rennens

Bei kurzen Rennen musst du von Anfang an Gas geben. Da gibt es diesbezüglich kein Taktieren und deine Leistung wird abhängig sein von deinem Trainingszustand und deiner Tagesform. Je länger ein Rennen jedoch ist, desto besser musst du dir deine Kräfte einteilen. Dabei macht eine Wattkurbel Sinn, damit du deine Leistungsgrenze nicht unabsichtlich übersteigst und nachher einbrichst. Deine Strategie sollte lauten: am Ende noch Power haben und die überholen, die das Rennen zu schnell angegangen sind.

Je nach Rennen macht es Sinn, Teile des Rennens in einer Gruppe zu fahren und sich die Arbeit im Wind mit anderen Fahrern zu teilen. In solchen Situationen ist es fair, wenn jedes Mitglied der Gruppe mal vorne fährt. Oft kann man in der Gruppe mehr erreichen – die Durchschnittsgeschwindigkeit erhöht sich, weil jeder Fahrer mal Gelegenheit hat, sich im Windschatten zu erholen. Angriffe werden durch leichte Fahrer dann am besten am Berg gesetzt. Fahrtechnisch starke Fahrer sollten darauf achten, dass sie am Beginn einer Abfahrt niemanden vor sich haben, um im Trail nicht ausgebremst zu werden.

 

Ganz wichtig: nimm dir genügend Zeit für die Verpflegung! Du musst vor allem auf längeren Strecken regelmäßig essen und trinken, damit es nicht zur Dehydratation oder zu einem Hungerast kommt. Wenn dir das schwer fällt, kannst du eventuell einen Timer an deinem Garmin stellen, der dich ans Trinken und Essen erinnert. Nimm dir auch die Zeit, an Verpflegungsstellen anzuhalten, um zu trinken und deine Flasche ggf. aufzufüllen. Ein geplanter Zeitverlust ist besser als ein ungeplanter Zeitverlust durch einen Leistungseinbruch. Diesbezüglich sind auch die zusätzlichen toMotion-Verpflegungsstellen bei den Teamrennen ein unschätzbarer Vorteil, denn dort kannst du (oft ohne anzuhalten) neue Flaschen mit „deinem“ Getränk aufnehmen. Deshalb macht es auch Sinn, wenn jedes Teammitglied einmal pro Saison als Betreuer bei einem Teamrennen dabei ist. Einer für alle, alle für einen.

 

In diesem Sinne wünschen wir dir viel Erfolg für deine Rennen der Saison 2019 – go toMotion!

   


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Heute haben wir bei unseren Ernährungskärtchen ein eher ungewöhnliches Thema für dich: Calendula, zu Deutsch Ringelblumen. Sie sind kein Nahrungsmittel im eigentlichen Sinne, aber ein hochwirksames Heilmittel, aus dem unter anderem wohltuende Tees und Salben hergestellt werden. Nebenbei sind Ringelblumenblüten eine wunderschöne, essbare Dekoration für Salate und Nachspeisen.

Die Blütezeit der Ringelblume ist von Juni bis Oktober. Die gelben bis tief orangefarbenen Blüten sind eine Zierde für jeden Garten oder auch Balkon. Pflückt man die Blüten an einem trockenen, sonnigen Tag, kann man die Blütenblätter abzupfen, an der Luft trocknen lassen und zu Heilzwecken verwenden. Denn die Ringelblume ist eine der wirksamsten Heilpflanzen, die wir kennen. Sie wurde 2009 sogar zur „Heilpflanze des Jahres“ gekürt. Für die medizinische Verwendung werden ausschließlich die Blüten genutzt.

Äußerlich angewendet, sorgt Calendula wegen ihrer keimtötenden und entzündungshemmenden Eigenschaften für eine schnelle Wundheilung. So können Salben mit Ringelblumenextrakten auf verschiedenste Arten von Hautverletzungen aufgetragen werden, wo sie Linderung verschaffen und die Heilung beschleunigen. Die Pflanzenextrakte haben dabei vielerlei Wirkung:

  • sie gelten als allgemein reinigend und abschwellend,
  • sie haben eine antibakterielle Wirkung und hemmt Viren sowie Pilze,
  • sie fördern zudem den Wundverschluss und das Wachstum neuer Zellen,
  • sie lindern Schmerzen und lösen Krämpfe
  • und sie erhöhen die lokale Durchblutung.

Calendula kann in Form von Tees jedoch auch innerlich angewendet werden. Der Tee hat eine krampflösende Wirkung, so dass er Linderung bei Menstruationsbeschwerden schafft. Seine östrogenartigen Wirkstoffe können in den Wechseljahren eine Hilfe gegen die typischen Beschwerden sein. Doch auch Beschwerden wie Kopfschmerzen, Einschlafstörungen und Schwindelanfälle werden auf sanfte Weise gelindert. Bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann Ringelblumentee außerdem zum Spülen und Gurgeln verwendet werden. Eine Teekompresse tut müden, gereizten Augen gut oder den Brüsten in der Stillzeit.

Um Ringelblumentee zuzubereiten, gibst du die Blütenblätter von zwei  bis drei Ringelblumen in eine Tasse oder ein Teesieb. Dort übergießt du sie mit 250 ml kochendem Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen, dann das Teesieb herausnehmen oder die Blütenblätter abseihen. Du kannst lose Blütenblätter aber auch einfach mittrinken, denn viele der wertvollen Inhaltsstoffe bleiben darin erhalten.

Ein Rezept für Ringelblumensalbe findest du auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 71.