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Frank Seeger stellt seine Sportart vor

Triathlon ist die „Königsdisziplin“ bei den Ausdauersportarten. Die Wettkämpfe sind eine Kombination aus den Einzelsportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen und beanspruchen daher nicht nur das Herz-Kreislauf-System der Sportlerinnen und Sportler, sondern auch unterschiedliche, über den gesamten Körper verteilte Muskelgruppen. Damit ist diese Sportart prädestiniert für eine professionelle Trainingssteuerung in Form von Leistungsdiagnostik und Trainingsplanung. Frank Seeger ist einer der Sportler, die von einer Betreuung durch die toMotion-Trainingsexperten profitieren. Ein einschneidendes Erlebnis hat den kaufmännischen Geschäftsführer eines Unternehmens der Branche der erneuerbaren Energien,der 2021 seinen fünfzigsten Geburtstag feiert, zum Triathlon gebracht. In seiner Jugend Hochleistungsschwimmer, entwickelte sich Frankals Erwachsener zum Workaholic undSportmuffel und verdoppelte sein Körpergewicht nahezu. Dies wurde ihm an Silvester 2016 schmerzlich bewusst und so startete er seine zweite sportliche Karriere in der Sportart Triathlon. Dafür nahm er innerhalb von kurzer Zeit 25 Kilo ab und bestritt bereits 2018 seinen ersten Triathlon-Wettkampf in der „Olympischen Disziplin“ (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen). 2019, mit Trainings-Unterstützung durch Andrea Potratz von toMotion, folgte der erste Halbdistanz-Ironman, für 2022 hat er sich einen Volldistanz-Ironman (3,8 km / 182 km / 42,2 km) vorgenommen. Sein großes Ziel ist die Qualifikation für den Ironman auf Hawaii (angedacht für 2024/2025). Frank lebt nach dem Motto „ganz oder gar nicht“… In unserem Interview erzählt der Berg-Enthusiast, wie er zum Triathlon kam, wie er für seine Sportart trainiert und worauf es aus seiner Sicht beim Triathlon in Training und Wettkampf besonders ankommt.

Hallo Frank, bitte stelle dich kurz vor.

Mein Name ist Frank Seeger. Ich bin gerade noch so 49 und wohne seit mittlerweile fast zehn Jahren im Allgäu (Eisenharz). Zuvor hatte ich über 30 Jahre im Großraum Stuttgart gelebt und gearbeitet, bevor mich der Beruf – nicht die Liebe – in diese wunderschöne Region zog.

Was möchtest du uns aus deinem Privatleben verraten?

Familienfoto von 2019

Im Juni 2021 bin ich 20 Jahre mit meiner Frau Katrin verheiratet. Wir können uns glücklich schätzen, drei gesunde und liebenswerte Kinder zu haben (16, 17 und 19 Jahre alt). Ich selbst arbeite leider seit ca. vier Jahren nicht mehr hier in der Gegend und pendle aus beruflichen Gründen jede Woche für vier Tage in den Raum Ansbach. Da ich mich dort in verantwortlicher Stellung für den finanz- und kaufmännischen Bereich einer internationalen Unternehmensgruppe mit > 500 Mitarbeitern befinde, sind Geschäftsreisen nicht unüblich. Die Abwesenheit wäre also so oder so zu einem gewissen Teil gegeben. Da ich mich bei meinem vorherigen Arbeitgeber im Raum Allgäu auch zu rund 50% in Asien oder Afrika aufgehalten hatte, haben wir, als der Wechsel anstand, „im Familienrat“ beschlossen, dass ein Umzug in den Raum „Fränkische Seenplatte“ nicht zur Disposition stand. Wir waren und sind immer noch von der „Faszination Berge“ gefangen. Wer will schon Berge gegen „Erdkrümmung“ – ähm nahezu Flachland eintauschen? Nach inzwischen vier Jahren kann ich nur sagen, es war die definitiv richtige Entscheidung.

 

2019: Staffeltriathlon mit dem Familienteam „The black sheep“. Links der Zieleinlauf von Läuferin Svenja, flankiert von Bruder Sören (Radfahren) und Papa Frank (Schwimmen).

Welche Sportarten betreibst du und seit wann?

Ich habe mit dem Triathlon am 02.01.2017 begonnen. Warum ich das so genau weiß? Kleiner Schwank aus den bis dahin härtesten zehn Minuten meines Lebens:

31.12.2016 23:45h:    Es ist Silvester. Wie jedes Jahr beschließen wir, nach draußen zu gehen, um anzustoßen und ein paar wenige Böller los zu lassen.

31.12.2016 23:46h:    Ich gehe zur Garderobe. Es soll kalt sein heute Nacht, also ziehe ich meine dicke Winterjacke an. Ich stelle mir die Frage, ob ich
                                   eher warmes oder eher leichtes Schuhwerk anziehe.

31.12.2016 23:47h:    Ich entscheide mich für die warme Version, schnappe mir die Schuhe und setze mich – geschafft von der Entscheidung und der
                                   Anstrengung des Aufstehens und Anziehens der Winterjacke - wieder auf unsere Sitzbank im Flur, um mir die Schuhe zu
                                   schnüren.

31.12.2016 23:49h:    Linker Hausschuh aus, Schnürschuh an. Nun die Herausforderung: Schuhe binden! Ich werde kurzatmig, halte die Luft an. Richte
                                   mich wieder auf, da die Zeit des Luftanhaltens zu kurz war, um die Schuhe zu schnüren.

31.12.2016 23:50h:    „Verdammt!“, fährt es mir durch den Kopf. Die Kompression meines Fettgewebes, das gefühlte Zusammenquetschen meiner
                                   Innereien wie eine Zitrone stellen für mich in dieser Nacht eine ungeahnte Hürde dar. Die Weihnachtszeit 2016 und eine weitere
                                   Gewichtszunahme von acht Kilogramm fordern ihren Tribut. Als ehemaliger Hochleistungssportler Schwimmen (damals noch
                                   weit, nicht tief) weiß ich zu kämpfen. Aufgeben gibt es nicht!

31.12.2016 23:53h:    Drei weitere Minuten kämpfe ich bis nahe an die Bewusstlosigkeit, um diese beiden besch… Schuhe an meine Füße zu „tackern“.
                                   Vor meinen Augen läuft ein Film ab: 100 m Freistil zu meinen besten Zeiten - 56,6 Sekunden. Die Arme schmerzen die letzten 25
                                   Meter, die Lunge brennt, dem Übergeben nahe. Die Ähnlichkeit der Situationen ist für mich zu diesem Zeitpunkt verblüffend und
                                   zugleich ernüchternd.

31.12.2016 23:55h:    Geschafft. Zwei Schuhe sind an meinen Füßen, Silvester nicht verpasst. Der Entschluss ist gefasst: es muss sich was ändern, so
                                   kann es nicht weitergehen!

Wie in meinem 10-Minuten-Zeitraffer erwähnt, habe ich in meiner Jugend ca. zehn Jahre Hochleistungssport Schwimmen betrieben. Ich war im Baden-Württembergischen Jugendkader mit dem Ziel, irgendwann gut genug zu sein, um an Europameisterschaften teilzunehmen. „Kampfgewicht“ zwischen 63 und 65 kg bei 1,84 m Größe. Damals habe ich darum gekämpft, nicht unter dieses Gewicht zu rutschen. Tägliche Mindestration: 6.000 Kalorien, um nicht weiter abzunehmen. Trainingszeit pro Woche: 35 - 38 Stunden. Kampfgewicht am 02.01.2017 – 116,3 kg. Was für eine Entwicklung!

Triathlon hatte mich zu meiner Schwimmerzeit (bis ca. 1990) bereits extrem gereizt, ich bin aber dem reinen Schwimmsport (und Wasserball) bis dahin immer treu geblieben. Anschließend habe ich dann 25 Jahre lang keinen Sport mehr ausgeübt. Als mir klar wurde, ich will und muss wieder Sport treiben, kam für mich nichts anderes als Triathlon in Frage.

Könntest du uns die Sportart Triathlon kurz vorstellen?

Triathlon ist eine Kombination der Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen. Die drei Sportarten werden nacheinander, ohne Pause, durchgeführt. Die Pause besteht lediglich darin, sich ggf. umzuziehen bzw. die Kleidung für das Radfahren oder Laufen anzupassen.

Eine besondere Herausforderung im Wettkampf liegt beim Wechsel von einer in die andere Sportart sowie darin, sich das Rennen richtig einzuteilen. Gerade im Age-Grouper-Bereich ist es spannend, dass man relativ gut merkt, wer – aus der Jugend kommend – wo seine Stärken hat. Das macht es irgendwie auch interessant und abwechslungsreich. Das Umfeld und die Wettkämpfe machen wirklich Spaß. Irgendwie wie eine kleine Familie. Und: Ich liebe die Pasta-Partys am Abend zuvor :-).

Wie bist du zu diesem Sport gekommen und was bedeutet er dir?

Grundsätzlich wie zuvor ausgeführt. Zusätzliches:

Der Sport ist für mich – gerade als Spätstarter – optimal. Da ich selbst ca. fünf Jahre lang Schwimmtrainer war und dabei mein Glück auch immer wieder mit Erwachsenen versucht hatte, kann ich bestätigen, was in Büchern zum Triathlon steht: Wer bereits gut schwimmen kann, hat als Spätstarter Vorteile. Schwimmen im Erwachsenenalter zu lernen oder erheblich zu verbessern, ist extrem schwierig und zeitintensiv. So kann ich mein Training auf meine schwächeren Disziplinen - Laufen und Radfahren - fokussieren. Eine Stunde Training die Woche reicht, um bei 1.900 m Schwimmdistanz nach ca. 30 Minuten aus dem Wasser zu kommen. Sicherlich wären noch bis zu zehn Minuten Verbesserung möglich. Der Trainingseinsatz würde jedoch in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Beim Laufen und Radfahren hingegen habe ich in Summe noch ein Potential von Stunden …

Zudem ist Triathlon, was das Training betrifft, für mich optimal. Wenn ich im europäischen Ausland unterwegs bin, findet sich immer die Möglichkeit, irgendwo zu laufen. Teilweise habe ich auch mein Fahrrad dabei (je nachdem MTB oder Rennrad). Auch ein Neoprenanzug befindet sich im Auto, um ggf. im Raum Ansbach oder unterwegs in einen See zu springen und kurz eine Stunde zu trainieren.

Der Triathlonsport bedeutet für mich Abwechslung und Kraft tanken. Es ist wie ein „reboot“ meiner Gedanken und meines Kopfes. Nach dem Ende meiner schwimmsportlichen Laufbahn hatte ich mich in die Arbeit gestürzt. Wöchentliche Arbeitszeiten unter 70 Stunden waren die Ausnahme. Man konnte mich, und manche tun das sicherlich immer noch, als Workaholic bezeichnen. Eine Zeit lang bestand mein Leben nur noch aus Arbeiten, Essen, Schlafen. Also keine Bewegung, aber sehr viel „Nerven-Nahrung“. Mittlerweile nutze ich die Trainingszeiten, um meine Gedanken zu sortieren. Zusätzlich habe ich,seit ich ca. 25 kg Gewicht verloren habe und regelmäßig meinen Sport mache, keinerlei Gelenkprobleme mehr. Mir geht es rundherum gut. Bei meinen Fahrradtouren (im Urlaub oder auch daheim) lerne ich die Umgebung ganz anders kennen. Gerade im Sommer genieße ich es, bereits morgens um fünf oder sechs Uhr zu starten, mehr oder weniger alleine unterwegs zu sein und zu sehen, wie die Sonne die Berge erklimmt. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich nun auch konzentrierter und intensiver – und vor allem weniger – arbeite. Sprich trotz relativ hoher Trainingsintensität geht der berufliche Output nicht verloren. Die Arbeit ist letztlich effizienter und effektiver geworden.

Wie trainierst du (was und wie viele Stunden pro Woche)?

Ich trainiere so, wie Andrea es mir befiehlt :-). Mein erstes Ziel 2018 war, die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) in Hamburg zu absolvieren. Das habe ich damals noch ohne externen Trainer gemacht. Trainingszeit die Woche ca. 6 - 8 Stunden. Das nächste Ziel war dann 2019 die Halbdistanz Ironman (1,9 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21,1 km Laufen). Mein Wettkampf fand in Österreich in Zell am See statt. Es war mir klar, dass ich hier nicht ohne externe Hilfe auskommen würde - dafür ist mein Anspruch zu hoch. Was ich auf keinen Fall wollte war, im Wettkampf „blau zu gehen“, weil ich eine falsche oder schlechte Vorbereitung hatte. Seit Dezember 2018 ist Andrea Potratz von toMotion meine „Trainings-Chefin“. In der Vorbereitung auf den Halbdistanz Ironman lag mein Trainingsaufwand von Dezember 2018 bis August 2019 bei ca. 13 Stunden pro Woche. Neues Ziel für 2021 (wegen Corona nun verschoben auf 2022): Volldistanz Ironman – 3,8 km Schwimmen, 182 km Radfahren, 42,2 km Marathon. Zeitbedarf nun 14 - 16 Stunden die Woche.

Bei Andrea mache ich zwei Mal im Jahr Leistungsdiagnostiken, um zu sehen, wo ich stehe. Überwiegend am Wochenende finden die langen Trainingseinheiten – speziell  Radfahren Samstag/Sonntag jeweils 4 - 6 Stunden – statt. Unter der Woche dann eher das Lauf-, Kraft- und Schwimmprogramm. Die kürzeren Einheiten kann ich besser zwischen, vor oder nach geschäftliche Termine packen. Die Entscheidung fällt dann oft kurzfristig. Morgens um 5 Uhr schnell noch joggen, oder doch noch kurz die Mittagspause verlängern, einen Termin verschieben und in den kleinen Brombachsee zum Schwimmen gehen. Zum Glück bin ich bei meiner zeitlichen Einteilung extrem flexibel und kann alles ggf. kurzfristig anpassen.

Worauf kommt es beim Triathlon bei Training und Wettkampf besonders an?

Da bin ich, glaube ich, zu wenig Profi, um eine saubere Expertise abzugeben. Ich kann nur meine Eindrücke darstellen und sagen, was bei mir funktioniert.

Das wichtigste im Wettkampf für mich ist, mit dem Schwimmen erst einmal in den Wettkampf zu finden. Nicht überpacen und zu viel wollen - man hat ja noch ein paar Stunden vor sich. Da Triathlon ein Ausdauersport ist, schaue ich, dass sich mein Puls beim Radfahren und Laufen zwischen 150 und 160 bewegt, bis auf die letzten 30 - 60 Minuten. Ein weiterer Anker ist eine ausreichende Wasser-/Getränkeaufnahme und entsprechend Nahrung. In den zwei Wochen vor den Wettkämpfen trinke ich eher in Richtung drei Liter täglich, um den Wasserspeicher aufzufüllen. Bin damit bisher immer gut gefahren, auch wenn wahrscheinlich nicht wissenschaftlich erwiesen :-). Bananen und Riegel funktionieren bei mir als Nahrungsaufnahme am besten. Die scheußlichen Gels verwende ich erst in den letzten ca. 1 bis 1,5 Stunden. Auch eine gute Frühstücksgrundlage vor dem Wettkampf – wenn auch schon zwischen vier und fünf Uhr morgens, da die Starts bei der Voll- und Halbdistanz recht früh sind – ist wichtig. Hier esse ich meist ein bis zwei Toasts oder helle Brötchen mit Marmelade oder dergleichen. Ist inzwischen schon so etwas wie ein Ritual.

Beim Training achte ich darauf, dass ich das einhalte, was Andrea mir schreibt :-). Ehrlich gesagt bin ich ganz froh darüber, dass ich sonst auf nichts achten muss. Für die Grundlagenausdauertrainings ist es im Allgäu schon schwer genug, einigermaßen ebene Fläche zu finden, um fünf bis sechs Stunden Rad zu fahren oder 1,5 Stunden zu laufen…

Ansonsten kann ich nur dazu raten, gutes Schuhwerk zu kaufen, sonst macht man sich nur die Füße und Beine kaputt. Ich habe den Vorteil, dass meine Gelenke durch meinen Sport in der Jugend nur wenig belastet sind. Bei Fußballspielern sieht das wahrscheinlich schon anders aus. Ich bin von Anfang an in einen Schuhladen gegangen, welcher auf Laufschuhe spezialisiert ist, meine Beine vermessen hat und darauf geschaut hat, dass die Schuhe zu mir passen. Seitdem hatte ich nie Probleme mit meinen Gelenken.

Wie gut schaffst du es, dein Training und die Wettkämpfe mit Beruf, Familie und Freunden in Einklang zu bringen?

Ich denke recht gut, das ist einfach eine Frage des Wollens. Es ist so wie alles im Leben: wenn man es gerne macht, es einem wichtig ist und man sich klar ist, welchen Nutzen man für sich persönlich daraus zieht, dann ist es keine Belastung, diesen Einklang hinzubekommen. Natürlich hängt das auch am Partner und an der Familie. Inwiefern man gegenseitig die Veränderung zulässt und aufeinander zugeht. Meine Frau würde sagen, bei mir gibt und gab es schon immer nur „schwarz oder weiß“, „ganz oder gar nicht“. „Etwas Sport“ liegt mir nicht. Ich benötige ein Ziel, letztlich auch den „Druck“ - wobei es für mich nicht Druck ist, sondern die Freude auf das, was ich erreichen werde. Ich weiß aber auch, an dem Tag, wo ich beginne „faul“ zu werden, fange ich wieder an, dauerhaft weniger zu tun. Zum Glück hat sich der 31.12.2016 eingebrannt. 116,3 kg sind keine Option!

Ich glaube, dass auch meine Familie und Freunde etwas davon haben. Ich habe zwar weniger Zeit, bin dafür aber auch ausgeglichener. Da mir auch meine Frau und meine Familie wichtig sind, versuche ich Trainingseinheiten auf den frühen Morgen zu legen, wenn die Familie noch schläft, damit die gemeinsame Zeit nicht so belastet ist. Nachdem meine Frau und ich dieses Jahr nach 20 Jahren Abstinenz wieder Motorräder angeschafft haben und dazu noch einen genialen Gasgrill, habe ich schon im Spaß gesagt: „Jetzt wird das Wochenende stressig: Familie, Freunde, Grillen, Motorrad, Sport … und dann noch etwas arbeiten.“ :-)

Passt du deine Ernährung an den Sport an und wenn ja, worauf achtest du?

Ehrlich gesagt glaube ich zu wenig, aber schon viel, viel mehr als zu meiner 116,3 kg-Zeit. Es sind immer solche Phasen. Derzeit fällt es mir wieder schwerer, weshalb ich mich auch nicht auf das Gewicht heruntergearbeitet habe, wo ich gerne wäre. Momentan sind das 95 kg, geplant für die Wettkämpfe 85 kg. In meiner Abnehm-Zeit kam der größte Effekt daraus, dass ich das, was ich gegessen hatte, in einer App erfasst habe, um nicht über die Kalorienzahl pro Tag zu kommen. Das alleine hat bereits 20 kg herunter purzeln lassen. Damit einher ging automatisch, keine Chips, Süßigkeiten, weniger Wurst, mehr Gemüse etc. zu essen. Mit meinem nächsten sportlichen Ziel werde ich hier aber sicherlich nochmals intensiven Rat bei Andrea holen, um mich auch dadurch noch zu verbessern.

Gibt es für dich noch etwas anderes als Beruf und Sport?

Siehe oben: Motorrad, Grillen, Familie… Mit Wohnwagen oder jetzt mit Motorrad verreisen. Mit meiner Frau und einem Freund hatte ich 1999 eine 10-Tages-Tour mit den Motorrädern nach Irland gemacht. 2000 dann nach Sardinien und Korsika.

 

Auch bei Motorradtouren sind eine Badehose, ein Neopren oder Laufschuhe immer dabei. Meine Ducati Multistrada kann so manches laden. Mein Sohn ist dabei, ebenfalls noch den A2 und A-Führerschein zu machen und so freuen wir uns darauf, in Zukunft mit unseren Kindern ggf. mit drei oder vier Maschinen Ausfahrten vom Allgäu aus in die Berge, nach Italien, in die Schweiz oder nach Österreich zu machen.

Was hast du in deiner Sportart schon erreicht?

Im Triathlon habe ich 2018 in Hamburg an der olympischen Disziplin teilgenommen. Ich war mit einer Zeit von 2:42 Std. absolut happy.

 

Dann 2019 die Teilnahme an meinem ersten Halbdistanzrennen Ironman in Zell am See. Ankunftszeit dort nach 6:17 Std. Nicht ganz mein erhofftes Ziel von unter 6 Std.. Der Bergaufstieg war doch zäher und hat mich mehr Zeit gekostet als gedacht. Aber ich habe das Rennen in vollen Zügen genossen. Bestes Sonnenwetter, nicht zu warm und: nicht blau gegangen. Ein Traum!

 

Welche sportlichen Ziele hast du dir für die kommende Saison gesetzt?

Das nächste Ziel ist der 140.6 Ironman – Volldistanz Triathlon. Start dann hoffentlich im Sportjahr 2022. Meine Gedanken kreisen aber bereits um das nächste Ziel, das ich danach angehen möchte (Andrea! Aufpassen! :-)). Erreichen der Qualifikation für den Ironman auf Hawaii. Realistisches Erreichen dann für 2024/2025. Auf Hawaii zu starten wäre dann wirklich der Höchste aller Träume.


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Herausforderungen für Mountainbiker, Roadracer und Wanderer

Roland Stauder ist eine Legende. Der Südtiroler blickt auf eine beeindruckende Mountainbike-Profikarriere zurück mit WM-Teilnahmen, einem Gesamtsieg bei der Transalp Challenge, einem Triumph bei der UCI World Series Marathon und unzähligen Podiumsplatzierungen bei namhaften Mountainbike-Marathons. Am Ende seiner langen Profikarriere hat sich Roland Stauder einen weiteren Traum erfüllt und den Stoneman ins Leben gerufen. Beginnend mit einer Tour in seiner Heimat, den Dolomiten, hat er inzwischen fünf Stoneman-Varianten in fünf verschiedenen Ländern Europas ausgetüftelt, die alle einem einzigen Motto folgen: „Der Stoneman-Trail ist sportliches Abenteuer, das mit einem Traum beginnt und mit einem tiefgreifenden Erlebnis endet.“ In unserem heutigen Titelbeitrag möchten wir dir das Stoneman-Konzept vorstellen und es dir als tolle Alternative zu eventuell ausfallenden Mountainbike-Rennen in der Saison 2021 ans Herz legen. Denn eine Stoneman-Tour kann innerhalb der Stoneman-Saison jederzeit, von verschiedenen Startpunkten aus und entweder allein oder mit Gleichgesinnten in Angriff genommen werden.

„Mit dem Stoneman-Konzept bin ich zurückgekehrt zu meinen Anfängen“, erklärt Roland Stauder, der „Vater“ des Stoneman, der in den Dolomiten aufgewachsen ist. „Ich möchte euch mitnehmen in eine Welt voller Emotionen, um euch das Gefühl zu geben, um das es uns eigentlich gehen sollte: nicht um Leistung, nicht um Technik, sondern um das Naturerlebnis. STONEMAN steht für sportliche Abenteuer, die man mit einem Traum beginnt und mit einem tiefgreifenden Erlebnis beendet.“.

Beginnend mit dem Ur-Stoneman, dem „Stoneman Dolomiti“ in der Heimat von Roland Stauder, gibt es inzwischen fünf Stoneman-Touren für Mountainbiker in fünf verschiedenen Ländern Europas:

  • Stoneman Miriquidi (Deutschland/Erzgebirge): 162 Kilometer / 4100 Höhenmeter
  • Stoneman Dolomiti (Italien/Dolomiten): 120 Kilometer / 4000 Höhenmeter
  • Stoneman Taurista (Österreich/Niedere Tauern): 123 Kilometer / 4500 Höhenmeter
  • Stoneman Glaciara (Schweiz/Wallis): 127 Kilometer / 4700 Höhenmeter
  • Stoneman Arduenna (Belgien/Ardennen): 176 Kilometer / 3400 Höhenmeter

Die Touren sind durchgehend beschildert, so dass die Orientierung kein Problem darstellen dürfte. Jeden Stoneman gibt es in drei Varianten: je nachdem, ob du die Tour in drei, zwei oder einem Tag bewältigst, kannst du am Ende die begehrte Stoneman-Trophäe in Bronze, Silber oder Gold mit nach Hause nehmen. Die Trophäen werden von Roland Stauder in Handarbeit angefertigt, jeweils mit einem Felsbrocken aus der Region, wo du deinen Stoneman absolviert hast. Die Stoneman-Trophäen sind ein begehrtes Sammlerobjekt für abenteuerlustige Sportler mit Bewegungsdrang. Zusätzlich wirst du auf der Stoneman-Homepage als Finisher/in eingetragen.

Beginnen kannst du deinen Stoneman innerhalb der jeweiligen Stoneman-Saison an jedem beliebigen Termin. Für jede Stoneman-Tour gibt es einen offiziellen Saisonstart und ein Saisonende. Diese sind im Jahr 2021:

Stoneman Arduenna: 16. April 2021 – 15. September 2021
Stoneman Miriquidi: 30. April 2021 – 31. Oktober 2021
Stoneman Dolomiti: 3. Juni 2021 – 3. Oktober 2021
Stoneman Taurista: 10. Juni 2021 – 26. September 2021
Stoneman Glaciara: 25. Juni 2021 – 24. Oktober 2021

Pro Tour sind verschiedene Startpunkte möglich, an denen du dir dein Starterpaket und am Ende deine Trophäe abholen kannst. Außerdem gibt es entlang der Strecken eine ganze Reihe von Unterkünften, die speziell auf die Bedürfnisse von Stoneman-Fahrerinnen und Fahrern eingerichtet sind (Bike-Garagen, Bike-Wash, Infos zur Strecke etc.).

Da die Stoneman-Idee bei Mountainbikern eingeschlagen hat wie eine Bombe, wurde der Ruf nach Stoneman-Touren für andere Sportarten laut. Inzwischen gibt es neben den fünf MTB-Stoneman-Touren zwei weitere Touren für Rennradfahrer (Dolomiti und Miriquidi Road) sowie in den Dolomiten jeweils eine Tour für Wanderer/Trailrunner (Dolomiti Hike) und für Kinder (Dolomiti Kids).

Das Startgeld für die Touren ist erschwinglich. Ein Starterpaket umfasst (je nachdem, für welches du dich entscheidest) u.a. aktuelle Informationen zur Tour, den GPS-Track, ein Starter-Armband, ein digitales Abo des BIKE-Magazins, nach erfolgreichem Tour-Abschluss den Eintrag in die Finisher-Liste und ggf. weitere Goodies. Gegen einen Aufpreis kannst du am Ende deiner Tour eine Stoneman-Trophäe mit nach Hause nehmen.

Speziell für die Corona-Jahre 2020 und 2021 hat Roland Stauder in Zusammenarbeit mit dem BIKE Magazin die Grand Tour 20/21 ins Leben gerufen. Dabei stehen zwei Starterpakete zur Wahl: Für die „Champ-Version“ kannst du dir drei Stoneman-Abenteuer vornehmen. Für diejenigen, die „all in“ gehen, wurde das „Legend-Paket“ geschnürt, mit dem du fünf Stoneman-Touren fahren kannst. Auch hierfür gibt es eine Finisher-Liste auf der Stoneman-Homepage, die einen würdigen Ersatz für entfallene Marathon-Platzierungen darstellt.

Wir sind der Meinung, dass die Stoneman-Touren eine tolle Idee sind für die Mountainbike-Saison 2021. Zeitlich flexibel und sportlich herausfordernd stellen sie eine spannende Alternative dar, falls Race-Möglichkeiten auch in diesem Jahr nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Buche dein Starterpaket, schwing dich auf dein Bike und berichte uns anschließend von deinen Abenteuern!

Jan Finster, der unserem Mountainbike-Team toMotion Racing by black tusk angehört, hat sich gemeinsam mit André Haußmann übrigens bereits zwei Stoneman-Trophäen in Gold  erarbeitet und war begeistert von den beeindruckenden Touren. Hier findest du seine Berichte:

Stoneman Miriquidi: Auf der Jagd nach dem goldenen Stein (2019)  

Bis an die Leistungsgrenzen beim Stoneman Taurista (2020)

  

Taurista 2020, Gipfelkreuz Rossbrand                    Miriquidi 2019, Checkpoint Rabenberg

Ben Cloudt, Mitglied des toMotion Nachwuchs Teams TNT, kennt Roland Stauder von einem dreitägigen Stoneman Dolomiti im Jahr 2017 persönlich und hat  Ende 2019 mit ihm eine Skitour zu den Drei Zinnen unternommen. Seinen Bericht darüber findest du hier:

Skitour zu den Drei Zinnen – Überraschungstour mit „Mr. Stoneman“ Roland Stauder

Ben Cloudt (links) mit Roland Stauder

Im Folgenden möchten wir dir die verschiedenen Stoneman-Varianten für Mountainbiker (5), Roadracer (2), Wanderer (1) und Kids (1) noch kurz vorstellen.

Roland Stauder am 19.4.2021:„Mir persönlich ist nicht wichtig, dass viele die Stoneman-Strecken fahren. Aber jeder der fährt soll dabei tolle Emotionen erleben. Und wenn ich dann noch durch Stoneman tollen Menschen begegne, dann ist das der eigentliche Wert meiner Arbeit.“

Stoneman Dolomiti (Italien): Rau und intensiv (https://www.stoneman.it)

Begonnen hat alles mit dem „Ur-Stoneman“, dem Stoneman Dolomiti in Italien. Über 120 Kilometer schlängelt sich die Tour quer durch die Dolomiten, führt die Teilnehmer an Sexten, Toblach, Marchkinkele, Sillian, der Leckfeldalm, der Sillianerhütte, dem Passo Silvella, Padola und der Rotwand vorbei und umfasst schließlich 4000 Höhenmeter. Die Strecke verläuft im hochalpinen Gelände in Höhen zwischen 1000 und 2500 Metern über NN, wobei die Anstiege zum Teil sehr steil und einige Passagen recht ausgesetzt sind. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind Voraussetzung für die Bewältigung des Stoneman Dolomiti. Mögliche Startpunkte sind Sexten, Toblach und Sillian – dort bekommst du dein Starterpaket und dort wartet nach erfolgreichem Abschluss der Tour deine Stoneman-Trophäe auf dich. Zusätzlich zum Stoneman Dolomiti für Mountainbiker gibt es die Versionen Dolomiti Road (193 km / 4700 hm), Dolomiti Hike (56 km / 3350 hm) und Dolomiti Kids (Bike 14 km / 200 hm, Hike 6 km / 400 hm) – siehe weiter unten.

Stoneman Miriquidi (Deutschland/Tschechien): Echt undursprünglich (https://www.stoneman-miriquidi.com),

In seiner Ur-Version umfasst der Stoneman Miriquidi zwei Länder, neun Gipfel und 4400 Höhenmeter. Über 162 Kilometer schlängelt sich die Strecke durch den Dunkelwald des Erzgebirges und touchiert unter anderem das TrailCenter Rabenberg, wo du überschüssige Energie spaßoptimiert verpulvern kannst. Aufgrund der coronabedingten Grenzschließung zu Tschechien gibt es 2021 eine C-Edition des Stoneman Miriquidi (ein Land, fünf Talsperren, sechs Gipfel), deren Route ausschließlich innerdeutsch verläuft. Sobald die Grenze wieder geöffnet ist, kannst du auch die Originalversion des Stoneman Miriquidi befahren – dann in digitaler Form über Stoneman Now. Auch vom Stoneman Miriquidi gibt es eine Version für Roadracer (siehe weiter unten).

Stoneman Glaciara (Schweiz): Mächtig und mystisch (https://www.stoneman-glaciara.com)

Gletscher, Gipfel und große Gefühle: das ist der Stoneman Glaciara in der Schweiz. Er ist der technisch und konditionell anspruchsvollste Stoneman. Über 127 Kilometer und 4700 Höhenmeter schlängelt sich die Strecke hinauf zum Großen Aletschgletscher, dem mächtigsten Eisstrom der Alpen. Über allem prangt das Breithorn. Der Weg auf knapp zweieinhalbtausend Meter ist der Königsanstieg des Glaciara – eine alte Militärstraße mit 14 Spitzkehren und 1600 Höhenmetern hinauf zum Pass. Oben angekommen: Stille. Der fahrtechnische Anspruch des Stoneman Glaciara reicht überwiegend von S0 bis S2 mit wenigen S3- bzw. Schiebepassagen. Teilweise ist der Streckenverlauf ausgesetzt. Die entsprechenden Stellen sind ausgeschildert sowie im offiziellen Kartenmaterial markiert. Gold ist daher nur für technisch versierte und absolut fitte Mountainbiker erreichbar. Falls du zweifelst, nimm dir für deine erste Fahrt ausreichend Zeit und probiere vielleicht erst einmal Silber oder Bronze.

Stoneman Taurista (Österreich): Wild und urig (https://www.stoneman-taurista.com)

Auf 123 Kilometern über gewaltige 4500 Höhenmeter zu atemberaubenden Panoramen – der Stoneman Taurista in Österreich führt dich zu satten Almwiesen, urigen Berghütten und den Gipfelkreuzen des Salzburger Landes. Die eindrucksvolle Bergkulisse rund um Flachau, Wagrain-Kleinarl, Altenmarkt-Zauchensee, Radstadt, Forstau und Obertauern bildet die Kulisse für dieses außergewöhnliche Mountainbike-Abenteuer. In frei wählbaren Etappen ist der Stoneman Taurista dein ganz individuelles Mountainbike-Abenteuer. Von Altenmarkt aus lockt der 1.768 Meter hohe Rossbrand: ein überwältigender Rundumblick auf über 150 markante Alpengipfel – wie Dachstein, Bischofsmütze und dem Großglockner in den Hohen Tauern – ist der Lohn.

Stoneman Arduenna (Belgien): Belebend und kraftvoll (https://www.stoneman-arduenna.com)

3.900 Höhenmeter, 176 Kilometer, unglaubliche Weiten: Der Stoneman Arduenna ist das exklusive Mountainbike-Erlebnis von Roland Stauder in Belgien. Mit dem Arduenna expandiert der Stoneman-Erfinder bereits in das fünfte Land - im Sommer 2020 startete der Stoneman Arduenna in seine allererste Saison. Er lockt leistungsorientierte Mountainbiker ebenso wie Freizeitsportler in die Eifel-Ardennen-Region von Ostbelgien. „Arduenna“ kommt aus dem Keltischen und bedeutet Hochland. Bei der belgischen Ausgabe des Stonemans erkundest du in welligem Auf und Ab weite Landschaften und dichte Wälder. Der Trail-Anteil auf dem neuen Stoneman addiert sich auf rund ein Viertel der Gesamtstrecke. Die Trails sind schmal, die Anstiege oft kurz und knackig, die Wege zumeist menschenleer. Erde dich und tanke Kraft auf deinem Bike!

Stoneman Dolomiti Road (Italien -https://www.stoneman.it/de/content/dolomiti-road)

Der Stoneman Dolomiti Road ist eine Straßen-Radrundfahrt im italienischen Hochpustertal, bei der du im Verlauf von 139 Kilometern und 4700 Höhenmetern sieben Pässe der Dolomiten überwindest. Die Route führt dich über den Passo Cimabanche (1530 m), Passo Falzarego (2100 m), Passo Giau (2236 m), Passo Tre Croci (1809 m), über die Drei Zinnen (2320 m), Passo Sant Antonio (1476 m) und den Passo Montecroce (1640 m). Mögliche Startpunkte sind Sillian, Padola und Innichen. Beim Stoneman Dolomiti Road ist die Strecke nicht durch Stoneman-Symbole markiert. Die Teilnehmer erhalten in ihrem Startpaket eine Karte mit Höhenprofil.

Stoneman Miriquidi Road (Deutschland/Tschechien - https://road.stoneman-miriquidi.com)

4.900 Höhenmeter, 13 giftige Rampen zwischen jahrhundertealter Bergbautradition und dem anstachelnden Leistungssportvermächtnis des Erzgebirges – das ist der Stoneman Miriquidi Road. Die einmalige, 290 Kilometer lange Strecke treibt jedem Rennrad-Fahrer das Laktat in die Beine und den Puls ans Limit. Die Original-Route verläuft in Deutschland und Tschechien, Corona-bedingt wird momentan die rein innerdeutsche, 26 Kilometer längere C-Edition angeboten.

Stoneman Dolomiti Hike (Italien - https://www.stoneman.it/de/content/dolomiti-hike)

Der Stoneman Dolomiti Hike ist ein Trekking-Abenteuer auf einsamen Pfaden in Südtirol. Die Rundstrecke ist 56 Kilometer lang und umfasst 3.350 Höhenmeter. Wanderer und Läufer können in den Stoneman-Ausgabestellen ein Starterpaket erwerben und starten mit Hilfe eines Roadbooks. Dabei gilt es, eine Karte an drei Checkpoints abzustempeln. Um den Stoneman Dolomiti Hike in drei Tagen zu bewältigen, solltest du Tagesetappen mit 1.500 Höhenmetern bewältigen können. Neben den bedeutenden Höhenunterschieden treten zum Teil auch ausgesetzte Stellen auf. Trittsicherheit ist damit Voraussetzung für den Dolomiti Hike! Die Route verläuft auf eingetragenen Wanderwegen und ist markiert, jedoch nicht separat mit dem Stoneman-Symbol. Du erhältst mit deinem Starterpaket eine Karte mit Höhenprofil sowie per Mail die GPX-Daten der Tour.

Stoneman Dolomiti Kids (Italien - https://www.stoneman.it/de/content/dolomiti-kids)

Der Stoneman-Kids ist ein spannendes sportliches Abenteuer für Kinder. Zuerst entscheidest du, ob du zu Fuß (ca. 6 Kilometer, 400 Höhenmeter) oder mit dem Rad (ca. 14 Kilometer, 200 Höhenmeter) den Stoneman-Kids erleben willst - und dann geht’s los! Eine Schatzkarte zeigt dir den Weg zum Ziel. In den Bergen und Wäldern,  Almen und Wiesen gibt es allerlei Spannendes zu entdecken. Halte dabei die Augen offen!  Unterwegs kommst du nämlich am Stony-Checkpoint vorbei. Drücke mit der dort hängenden Zange ein Symbol in deine Schatzkarte. Das Zeichen ist der symbolische Schlüssel zu deinem Schatz, den du am Finish-Punkt findest: Dort warten dein Stony und eine kleine Überraschung auf dich! Am Stoneman-Spirit-Info-Point in Sexten kannst du zusammen mit deinen Eltern die Schatzkarte (wahlweise Hike oder Bike) erwerben.


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Käse ist besonders im westlichen Kulturkreis verbreitet. Er liefert dem Körper viel Kalzium und hochwertiges Eiweiß, allerdings auch viel Fett und Kalorien. Damit ist Käse ein hochwertiger Beitrag zu einer gesunden Ernährung, sollte jedoch – wie alle Lebensmittel – maßvoll genossen werden. In asiatischen Ländern ist die Leidenschaft für Käse noch relativ neu, da 90 % der Asiaten das milchzuckerverarbeitende Laktaseenzym  fehlt und sie daher nur lange gereifte Käsesorten mit geringem Milchzuckergehalt vertragen. Deutschland hingegen ist laut Wikipedia der drittgrößte Hersteller von Käse weltweit, nach den USA und Frankreich.

Käse ist ein festes Milcherzeugnis, das bis auf wenige Ausnahmen durch Gerinnen eines Eiweißanteils der Milch, dem Kasein, erzeugt wird. Zur Eiweißgerinnung wird in der Regel das Enzymgemisch Lab verwendet. Es sorgt dafür, dass die Milch eindickt, ohne dabei sauer zu werden. Die meisten Hart- und Schnittkäsearten werden mithilfe der Süßmilchgerinnung hergestellt. Ein wichtiger Prozess bei der Käseherstellung ist die Reifung. Diese kann z.B. bei Weichkäse nur wenige Tage oder Wochen dauern, bei Schnitt- und Hartkäse jedoch auch einige Monate oder sogar Jahre. Bei Sauermilchkäse (z.B. Harzer Käse oder Frischkäse), Schmelz- oder Kochkäse (z.B. Gouda), oder Molkeneiweißkäse wie z.B. Ricotta kommen andere Herstellungsverfahren zur Anwendung, die mengenmäßig jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen.

 

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Zu den gesundheitlichen Vorzügen von Käse gehört sein hoher Kalziumgehalt. Kalzium trägt zur Stabilität der Knochen bei, unterstützt das Wachstum von Kindern und Jugendlichen sowie die Zahngesundheit. 30 Gramm Emmentalern beispielsweise liefern 250 mg Kalzium, also ein Drittel der empfohlenen Tagesdosis für Erwachsene.

Ein weiterer Vorteil von Käse ist sein Proteingehalt. Proteine spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbildung und Versorgung der Zellen und unterstützen unter anderem den Muskelaufbau. Einige Käsesorten wie z.B. der Parmesan haben einen Proteingehalt von bis zu 36 %. Einige Studien deuten allerdings auch darauf hin, dass ein übermäßiger Verzehr von tierischem Eiweiß (also Fleisch, aber auch Milchprodukte und Käse) die Entstehung von Krebserkrankungen begünstigen könnte. Tierische Proteine erhöhen den IGF-1-Spiegel, also den Spiegel der Wachstumshormone. Diese sorgen für Wachstum, Regeneration und Muskelaufbau. Gleichzeitig aber lassen sie auch Krebstumore wachsen. Daher empfehlen wir, tierisches Eiweiß mit pflanzlichem Eiweiß – das besonders reichlich von Hülsenfrüchten, Ölsaaten und Nüssen geliefert wird - zu kombinieren.

Käse liefert zahlreiche Vitamine (darunter die wichtigen B-Vitamine), Mineralstoffe (z.B. Kalzium) sowie Phosphor. Zudem enthält guter Käse gesunde Omega-3-Fettsäuren, die für deinen Stoffwechsel unverzichtbar sind. Damit unterstützt Käse eine ausgewogene Ernährung, die den Körper mit vielen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Von Käse mit Zusatzstoffen, Analog- und Light-Käse solltest du jedoch lieber die Finger lassen. Light-Käse hat zwar einen verminderten Kaloriengehalt, dafür werden häufig Geschmacksverstärker und andere künstliche Zusatzstoffe zugesetzt, um den Aromaverlust durch den geringeren Fettgehalt wieder auszugleichen und Geschmack und Konsistenz dem Originalprodukt möglichst anzunähern.

Kulinarisch bietet Käse zahllose Möglichkeiten. In seiner Rohform tritt er von mild-cremig bis kräftig-kristallin auf. Außerdem ist er eine beliebte Zutat für viele Speisen – vom Streukäse auf dem Auflauf über Käsespätzle bis hin zum Käsefondue. Wir haben uns bei unserem Ernährungskärtchen Nr. 92 für Käse pur entschieden und bieten dir dort einen Gestaltungsvorschlag für eine Genießer-Käseplatte.

 

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Life Kinetik, Visual-/Kognitionstraining, Neuroathletik & Co.

Dein Gehirn steuert und regelt dein gesamtes Leben. Damit ist seine Funktion entscheidend für schlicht und ergreifend alles – für deine Wahrnehmung, deine Gefühlswelt, deine Bewegungsabläufe und noch vieles mehr. Ebenso wie der Körper kann das Gehirn gezielt trainiert werden, um seine Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Im Gehirntraining steckt ein enormes Potenzial – nicht nur für Sportler, sondern auch für Kinder, Senioren und überhaupt jeden, der sich persönlich weiterentwickeln möchte. Expertin dafür ist Anja Knaub, langjähriges Teammitglied von toMotion Racing by black tusk und Extremsportlerin, die zusammen mit ihrer Geschäftspartnerin Dagmar Schliwa vor fünf Jahren die Firma Move for Brain gegründet hat. Dort bieten sie Kurse in den Bereichen Life Kinetik, Visual-/Kognitionstraining sowie Neuroathletiktraining an. Diese helfen zum Beispiel Sportlern, ihre Flexibilität und Handlungsschnelligkeit zu verbessern, entwickeln die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit von Kindern und helfen Senioren, Stürzen und Demenzerkrankungen vorzubeugen. Berufstätige profitieren unter anderem von einer verbesserten Konzentrations- und Merkfähigkeit, Altersweitsichtigkeit lässt sich durch frühzeitiges Training hinauszögern bzw. verbessern. Im Gehirntraining steckt also ein enormes und vielseitiges Potenzial, das in den vergangenen Jahren unter anderem den jungen Athletinnen und Athleten im toMotion Nachwuchs Team (TNT) zu Gute gekommen ist.

  

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Was alle Trainingsformen vereint, ist der Gedanke, dass jegliches Tun und Handeln durch unser Gehirn gesteuert wird“, erklärt Anja. „Die Aussage von Horst Lutz, Entwickler des Life Kinetik®-Programms, hat uns damals vollkommen überzeugt:

 „Unser Gehirn steuert unser gesamtes Leben. Es legt fest, was und wer uns gefällt, was uns schmeckt, was wir wahrnehmen oder fühlen, welche Emotionen wir zeigen, wie wir uns bewegen, was wir sagen, denken oder durch Mimik und Gestik zum Ausdruck bringen. Es regelt unsere gesamte Persönlichkeit, unseren kompletten Alltag. Es wäre also sinnvoll, mindestens ebenso gut auf unser Gehirn zu achten wie auf unseren Körper,  weil das unser Leben bis ins hohe Alter entscheidend verbessern kann.“

Im Sport sind Facetten wie Bike-Tuning, Ernährung, wattgemessene Trainingssteuerung, mentales Training etc. bereits lange bekannt und gerade im Hochleistungssport oft auch schon ausgereizt. Die meisten SportlerInnen trainieren den Körper vom Hals abwärts, vergessen dabei aber das Entscheidende: dass unser Gehirn alles steuert und regelt. Hier kommt auch die Wahrnehmung, vor allem die visuelle Wahrnehmung, ins Spiel. Denn nur das, was ich sehe und tatsächlich auch wahrnehme (Input), kann im Gehirn richtig interpretiert und mit Erfahrungen abgeglichen werden, um danach eine passende Handlung (Output) entstehen zu lassen. Dabei kommt es darauf an, wie gut und schnell die Datenverarbeitung im Gehirn funktioniert. Gerade im Sport entscheiden manchmal Millisekunden über Erfolg und Misserfolg. Konzentrationsfähigkeit, Handlungsschnelligkeit, Inhibition (die Fähigkeit, impulsive bzw. automatische Reaktionen zu kontrollieren und durch bewusste Reaktionen zu ersetzen), sowie kognitive Flexibilität (die Fähigkeit, geplante Handlungen aufgrund von neuen Informationen zu hinterfragen und ggf. gezielt anzupassen) sind entscheidende Schlagwörter. Denn was hilft es mir, die ersten 90 % des Wettkampfes aufmerksam und konzentriert zu sein, wenn mir dann am Ende eine entscheidende Fehleinschätzung unterläuft, weil z.B. die Konzentration nachlässt? Die Leistung muss eben bis ins Ziel gebracht werden.

  

Anja im Jahr 2016 bei der 12-Stunden-WM in Weilheim, wo sie sich den Weltmeistertitel holte.

Weil die visuelle Wahrnehmung eine solch entscheidende Rolle spielt, und wir selbst gar nicht einschätzen können, wie viel wir eigentlich sehen und wahrnehmen, haben sich Anja und Dagmar dazu entschlossen, eine Ausbildung zur Visual- und Kognitionstrainerin zu machen. „Uns hat das absolut überzeugt und wir haben dieses Training auch selbst absolviert“, erinnert sich Anja. „Ich bin überzeugt, dass ich die letzten Erfolge meiner sportlichen Karriere (12 h-Weltmeisterin im MTB-Marathon 2016 und der Sieg beim 24 h-Rennen in München im Jahr 2017) auch dem Visual- und Life Kinetik®-Training zu verdanken habe. Denn die Konzentration und Aufmerksamkeit über einen so langen Zeitraum hoch zu halten, wäre mir vorher niemals gelungen. Es lohnt sich absolut, auf eine Trainingsstunde auf dem Rad zu verzichten und dafür ein solches Training einzuplanen und durchzuführen.“.

Inzwischen hat sich der hohe Nutzen des Gehirntrainings auch in Sportlerkreisen herumgesprochen, insbesondere in Ball- und Spielsportarten wie z.B. Tennis (Einzelsportart) oder Fuß- bzw. Handball (Mannschaftssportarten). Zeitgleich mit den beiden Geschäftsführerinnen von Move for Brain absolvierte der Torwarttrainer des 1. FC Köln die Ausbildung zum Visual- und Kognitionstrainer. Felix Neureuther als Botschafter für Life Kinetik® versucht schon lange, diese Trainingsmöglichkeiten voran zu treiben. Auch Manuel Neuer macht regelmäßig Visualtraining und Life Kinetik® Training und sagt darüber: "Durch Life Kinetik habe ich erkannt, wie wichtig es ist, ständig wechselnde koordinative Übungen mit Training der visuellen Wahrnehmung zu kombinieren. Denn wenn die Augen gerade in schwierigen Situationen nicht perfekt funktionieren, wird es wahnsinnig schwer, richtig zu reagieren."

Doch wie sieht so ein Gehirntraining eigentlich aus und was bewirkt es?

Visual- & Kognitionstraining

... ist das Training der visuellen Verarbeitung. Wir haben zwei Augen, aber nur ein Gehirn. Beide Seheindrücke müssen im Gehirn verarbeitet werden, was bei den einen besser, bei den anderen weniger gut funktioniert. Zwei verschiedene Bilder mit unterschiedlicher Achslage kommen überkreuz ins Gehirn und müssen dort nach Möglichkeit stressfrei überlagert werden, so dass sie ein eindeutiges Bild ergeben. Daraus abgeleitet wird das sogenannte Stereo-Sehen oder 3D-Sehen, was wiederum Raumwahrnehmung und Geschwindigkeitseinschätzung ermöglicht.

Gerade im Sport ist dies besonders wichtig. So erfordert z.B. die Verbindung von zentriertem und peripherem Sehen ein sehr hohes Maß an visuellen Fertigkeiten. So muss ein Fußballspieler gleichzeitig den Ball, aber auch seine Mit- und Gegenspieler im Blick behalten. Eine Mountainbikerin kann sich im Rennen nicht ausschließlich auf die Strecke konzentrieren, sondern muss gleichzeitig die anderen FahrerInnen um sich herum wahrnehmen und ggf. auf deren Aktionen reagieren. Dies kann gezielt trainiert werden.

 

In ihren Trainings ermitteln Anja und Dagmar zunächst in einem Screening, wie gut die visuelle Verarbeitung und Wahrnehmung sind. Dann erstellen sie einen Trainingsplan, nach dem zuhause drei Wochen lang trainiert wird – fünf Tage die Woche je ca. 10 – 15 Minuten. Im Drei-Wochen-Rhythmus gibt es weitere Treffen (auch via Zoom möglich), um bei Bedarf weitere Screenings durchzuführen und einen neuen Trainingsplan zu entwickeln und zu besprechen.

Neuroathletiktraining

... ist eine Weiterentwicklung des klassischen Athletiktrainings, indem das Gehirn und das Nervensystem als zentrale Elemente der Bewegungssteuerung mit ins Training einbezogen werden. Lars Lienhard ist Ex-Leistungssportler, Sportwissenschaftler und Athletik-Trainer und gilt als Gesicht der Neuroathletik im deutschen Sport. Er arbeitet seit Jahren mit Weltklasse-Athleten aus den unterschiedlichsten Sportarten zusammen und fasst den Begriff Neuroathletik so zusammen: „Neuroathletik beschäftigt sich mit den ganzen zentralnervösen Prozessen, die sich im Hintergrund abspielen und die Grundlage bilden, mit denen unser Gehirn das Bewegungsprogramm entwirft, bevor es dann zu einer Handlung kommt.“.

Gehirn und Nervensystem sind für drei Dinge verantwortlich:

  • Input – Informationen aus den Sinnesorganen empfangen
  • Integration – Informationen analysieren, interpretieren und mit bestehenden Erfahrungen abgleichen
  • Output – auf die Informationen mit einer Handlung reagieren

Ein Output kann eine motorische Bewegung, eine Muskelverhärtung, ein Gedanke oder Schmerz sein. Die klassische Herangehensweise beschäftigt sich fast immer nur mit dem Output. Neuroathletiktraining hingegen legt den Schwerpunkt auf den Input und die Integration. Wie präzise, kräftig, dynamisch oder koordiniert eine Bewegung erfolgt, ist das Endresultat aller Informationen, die im Gehirn ankommen, und ihrer Verarbeitung dort.

  

Life Kinetik

... ist eine Trainingsform,die durch das Provozieren neuer Herausforderungen neue Synapsen im Gehirn bildet und dadurch ungeahnte Leistungsreserven anzapft. Das Training ist abwechslungsreich, macht Spaß und vor allem: es ist effektiv! Verbesserungen durch Life Kinetik lassen sich in vielen Bereichen erzielen: Konzentrationsfähigkeit, Gleichgewicht, Koordination und Selbstbewusstsein sind nur wenige Stichworte, die mit diesem Training in Verbindung gebracht werden. Bei Life Kinetik Kursen werden die TeilnehmerInnen mit einfachsten Übungsgeräten wie Bällen, Badmintonschlägern und auf den Boden geklebten Linien vor Aufgaben gestellt, die sich in ihrer Komplexität immer weiter steigern und den Trainierenden eindrücklich bewusst machen, zu welchen Leistungen das Gehirn imstande ist. 

   

Roland Ast, Teammitglied von toMotion Racing by black tusk, fasst die Auswirkungen eines viermonatigen Life Kinetik Trainings so zusammen: „Technisch schwierige Stellen, die mir früher auf dem Mountainbike regelmäßig Probleme bereiteten, fahre ich nun sicher und souverän. Das Life Kinetik Training hat in nur kurzer Zeit zu einer spürbaren Verbesserung von Gleichgewicht, Koordination, Stabilität, Reaktionsvermögen, Fokussierung und wer weiß was sonst noch geführt. Ich wollte einfach mal DANKE sagen, Anja.“.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Gehirntraining für viel Menschen verschiedenster Altersgruppen spürbare Verbesserungen bringen kann. Auch ambitionierte SportlerInnen, die ihre Leistungsfähigkeit und Wettkampfergebnisse verbessern wollen, profitieren davon. Wir haben das Glück, mit Anja Knaub eine Expertin für Gehirntraining in unserem Team zu haben, die ausgebildete Life Kinetik-, Visual-/Kognitions- und Neuroathletik-Trainerin ist. Nach ihrem Umzug nach Lindau im Frühjahr 2021 arbeitet sie aktuell an neuen Konzepten, um Gehirntraining möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Wenn du Interesse hast und/oder weitere Informationen benötigst, kannst du dich gerne direkt mit Anja in Verbindung setzen:

Anja Knaub
Move for Brain GbR
www.moveforbrain.de
E-Mail:
info@moveforbrain.de
Tel.: 0176-529 854 82


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Sophia Wessling vor allem im Sprint stark

Sophia bei ihrem Sieg im Sprint-Halbfinale

Zum Abschluss einer Saison mit Höhen und Tiefen, bei der die gerade 18 Jahre alt gewordene Lindauer Skibergsteigerin Sophia Wessling erstmalig an Weltcuprennen teilnehmen durfte, stand sie vergangene Woche bei der Weltmeisterschaft im Skibergsteigen (englisch: Ski Mountaineering oder Skimo) am Start. Neben den beiden Einzeldisziplinen Sprint und Individual war sie vom Bundestrainer auch für das Staffelrennen der U18-Kategorie nominiert worden. Ihr stärkstes Ergebnis erreichte sie in der Sprintdisziplin, wo sie sich  als beste deutsche U18-Athletin im Finale Platz sechs erkämpfte. Krankheitsbedingt fuhr die deutsche Staffel am folgenden Tag nur auf Rang acht. Im Individual konnte Sophia Wessling auf einem verkürzten, einfachen Kurs ihre technische Stärke nicht ausspielen und musste sich mit Platz zehn begnügen. Trotzdem zieht sie eine positive Bilanz ihrer WM-Teilnahme. Die junge Athletin betreibt das Skibergsteigen erst seit drei Jahren als Leistungssport und wird seit 2019 vom Lindauer Trainingsspezialisten toMotion betreut.

Am vergangenen Dienstag wurde in Andorra die Weltmeisterschaft im Skibergsteigen eröffnet. Mit dabei: die 17-jährige Skibergsteigerin Sophia Wessling aus Lindau am Bodensee. In der Kategorie U18 starteten 17 Athletinnen, die corona-bedingt nur aus sieben, ausschließlich europäischen Ländern stammten. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl gab es beim Sprintrennen anstatt der üblichen zwei sogar drei Sprintdurchgänge. So musste Wessling zunächst einen Qualifikationslauf mit Einzelstarts bestreiten, bei dem sie sich für das Halbfinale qualifizierte. Ihren Halbfinallauf beendete sie als Siegerin und zog mit der insgesamt viertbesten Zeit ins Finale ein. Diese Platzierung konnte sie im letzten Sprintrennen nicht verteidigen und beendete die Sprintdisziplin mit einem hervorragenden sechsten Platz im 17-köpfigen Teilnehmerfeld.

  

Qualifikationslauf im Sprint                                  

Am folgenden Tag stand für sie gemeinsam mit ihren Teamkollegen Finn Hösch und Franz Eder die U18 Mixed-Staffel an. Aufgrund einer Lebensmittelvergiftung in der Nacht zuvor konnte die junge Skibergsteigerin an diesem Tag ihre gewohnte Leistung nicht abrufen und so musste sich die deutsche Staffel mit Rang acht begnügen.

Start des Staffel-Rennens

Das letzte Rennen am Samstag, den 6. März war die Königsdisziplin: das Individual, bei dem die Skibergsteiger sowohl lange Aufstiege, als auch Abfahrten zu bewältigen haben. Kurz vor dem Start wurde die Strecke aufgrund des Neuschnees von 1100 auf 820 Höhenmeter verkürzt und vom freien Gelände auf die Piste verlegt. Der relativ einfache Streckenverlauf war für die Lindauerin kein Vorteil, weil ihre Stärke vor allem in technisch schwierigen Aufstiegen und Abfahrten liegt. So erreichte Sophia Wessling in diesem Rennen mit einer Zeit von knapp über einer Stunde Platz zehn. Siegerin des Individual-Rennens wurde ihre deutsche Teamkollegin Antonia Niedermaier, die – ebenso wie in der Disziplin Vertical - den Weltmeistertitel mit nach Hause nahm. „Dies war für mich auf jeden Fall ein gelungener Abschluss für die WM 2021“, fasst Sophia Wessling, die am vergangenen Sonntag ihren 18. Geburtstag feierte, ihre WM-Teilnahme zusammen. „Die Saison 20/21 ist für mich nun beendet. Jetzt heißt es regenerieren und dann in der nächsten Saison wieder angreifen.“.

Auch ihre Trainerin Andrea Potratz von toMotion fasst die Saison positiv zusammen: „Sophia hat sich über die vergangenen Monate hinweg super entwickelt. Sie hat im Sommer trotz der Corona-Einschränkungen konsequent trainiert und ist mit einer Top-Form in die Wettkampsaison gestartet. Leider spiegeln die Ergebnisse das nicht bei allen Wettkämpfen wider. Sophia hat dieses Jahr mehrfach Pech gehabt und konnte ihre Leistung aufgrund äußerer Umstände (Krankheit, Schulstress etc.) nicht in vollem Umfang abrufen. Einige super Ergebnisse bei den Weltcups und auch beim WM-Sprintrennen zeigen aber, dass sie sich auf dem richtigen Weg befindet und wir arbeiten daran, ihre Leistungsfähigkeit langsam, aber nachhaltig zu entwickeln. Sie hat sich ihre Saisonpause redlich verdient und ich freue mich, wenn wir das Training in einigen Wochen wieder aufnehmen.“.