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Das Burnout-Syndrom - so aktuell wie nie

Während in der Corona-Krise die einen unter Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit leiden und sich zuhause langweilen, arbeiten die anderen bis an den Rand der Erschöpfung. Vor allem Menschen in „systemrelevanten“ Berufen sowie Eltern stellt die aktuelle Situation vor enorme Belastungen und nicht selten führt das zu einem sogenannten Burnout. Was aber verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Ein Beispiel, wie wir es zu Beginn der Corona-Pandemie in unserem Bekanntenkreis erlebt haben. Die Schulen werden geschlossen, das Kontaktverbot tritt in Kraft und die Menschen machen Hamsterkäufe, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Die Filialleiterin eines großen Discounters erzählt: „Wir arbeiten jetzt in Schichten, um die Regale überhaupt noch aufgefüllt zu bekommen. Gleichzeitig bekommt mein Sohn von der Schule so viele Aufgaben, dass er locker einen halben Tag daran arbeitet. Ohne Unterstützung läuft da aber nichts. Ich weiß nicht, wie ich das alles schaffen soll – ich komme kaum noch zum Schlafen.“ So wie ihr geht es vielen. Nicht nur Ärzte und Pflegekräfte stehen vor großen Herausforderungen, sondern auch Eltern, die von heute auf morgen im Homeoffice arbeiten und dabei gleichzeitig Kinder zu betreuen haben, deren Kitas und Schulen geschlossen sind. Dauern solche Mehr(fach)belastungen über einen längeren Zeitraum an, kann das in einen Burnout führen.

 

Was ist ein Burnout und wer ist davon betroffen?

Laut Wikipedia ist ein Burnout (auch Burnout-Syndrom, von englisch „to burn out – ausbrennen“) ein Oberbegriff für bestimmte Arten von persönlichen Krisen, die als Reaktion auf andauernden Stress und Überlastung am Arbeitsplatz auftreten. Burnout geht mit emotionaler Erschöpfung, einem Gefühl von Überforderung sowie reduzierter Leistungszufriedenheit einher. Burnout-Syndrome können mit eher unauffälligen Frühsymptomen beginnen und bis hin zu völliger Arbeitsunfähigkeit oder Suizid führen.

Vom Burnout-Syndrom besonders gefährdet sind Beschäftigte in sozialen Berufen wie zum Beispiel Ärzte, Altenpfleger, Krankenschwestern, Lehrer, Priester, Psychologen oder Sozialarbeiter. Doch sind auch andere Berufsgruppen und sogar Schüler betroffen.

Der Begriff Burnout-Syndrom ist zwar allgemein bekannt, es handelt sich aber nicht um eine Diagnose, die in medizinischen Klassifikationssystemen aufgeführt ist. „Burnout“ ist damit offiziell keine Krankheit.

Was sind die Symptome eines Burnouts?

Beim Burnout-Syndrom gibt es sowohl psychische als auch körperliche Symptome. Typische Symptome eines Burnouts sind beispielsweise

Emotionale Erschöpfung: Diese Erschöpfung resultiert aus einer übermäßigen emotionalen oder physischen Anstrengung (Anspannung). Die Betroffenen fühlen sich schwach, kraftlos und müde. Sie leiden unter Antriebsschwäche und sind leicht reizbar.

Depersonalisierung: Mit dieser Reaktion auf die Überlastung stellen die Betroffenen eine Distanz zwischen sich selbst und ihren Klienten (Patienten, Schülern, Pflegebedürftigen oder Kunden) her. Das äußert sich in einer zunehmenden Gleichgültigkeit und teilweise zynischen Einstellung ihnen gegenüber. Die Arbeit wird zur unpersönlichen Routine.

Erleben von Misserfolg: Die Betroffenen haben häufig das Gefühl, dass sie trotz Überlastung nicht viel erreichen oder bewirken. Es mangelt an Erfolgserlebnissen. Weil die Anforderungen quantitativ und qualitativ steigen und sich ständig verändern, erscheint die eigene Leistung im Vergleich zu den wachsenden Anforderungen gering. Diese Diskrepanz zwischen Anforderungen und Leistungen nimmt der Betroffene als persönliche Ineffektivität bzw. Ineffizienz wahr.

Die seelischen Probleme können auch körperliche (psychosomatische) Beschwerden auslösen. Das körperliche Abwehrsystem kann schwächer und anfälliger für Infekte werden. Schlafstörungen, Albträume und sexuelle Probleme können entstehen. Auch Herzklopfen, Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Rückenschmerzen, Schwindel, Atemprobleme oder Gewichtsveränderungen sind möglich. Außerdem erhöhen sich das Unfallrisiko und die Gefahr für Suchterkrankungen. Betroffene greifen in dieser Situation schneller zu Alkohol, Tabak oder anderen Drogen.

Wodurch wird ein Burnout ausgelöst?

Es gibt keine einheitliche Meinung darüber, wie das Burnout-Syndrom entsteht. Vermutlich sind sowohl äußere als auch innere Faktoren an der Entstehung dieser Erkrankung beteiligt. Oft begünstigt eine Kombination von persönlichen Eigenschaften und Arbeitsbedingungen die Entstehung eines Burnouts. Besonders gefährlich ist es, wenn die Betroffenen sehr motiviert sind, hohen persönlichen Einsatz zeigen und hohe Erwartungen an ihre Arbeitswelt stellen, dann aber mit dem "grauen" Arbeitsalltag konfrontiert werden. Sind sie gleichzeitig im Umgang mit ihren Klienten, beispielsweise Patienten oder Schülern, nicht ausreichend belastbar und fehlt die Anerkennung durch Vorgesetzte, steigt die Wahrscheinlichkeit für das innerliche Ausbrennen.

Nach Richard Lazarus wird Burnout durch Stress ausgelöst, der aus Sicht der betroffenen Person nicht bewältigt werden kann. Es handelt sich um ein subjektiv wahrgenommenes Auseinanderklaffen von externen (zumeist beruflichen) Anforderungen bzw. Belastungen einerseits und individuellen Fähigkeiten zur Bewältigung der Beanspruchungen andererseits. Diese Diskrepanz ist oft mit einem Gefühl der Ohnmacht verbunden. Auch ein Ungleichgewicht zwischen Leistung und Anerkennung begünstigt das Entstehen eines Burnout-Syndroms. Danach sind vor allem diejenigen Personen durch Arbeitsstress gesundheitlich gefährdet, an die permanent hohe Anforderungen gestellt werden, während zugleich die Kontrolle und der Entscheidungsspielraum bei der Ausführung der Aufgaben eingeschränkt sind. Typische Beispiele sind Industriearbeiter am Fließband, Verkäufer im Supermarkt oder Beschäftigte in Call-Centern. An leitende Manager oder Ärzte im Krankenhaus werden ebenfalls hohe Arbeitsanforderungen gestellt, sie besitzen jedoch in der Regel größere Kontroll- und Entscheidungsspielräume.

Wie kann man einem Burnout vorbeugen?

Um einem Burnout-Syndrom vorzubeugen, sollte jeder für sich persönlich klären, wodurch die empfundene Belastung entsteht. Frühzeitig sollte man sich fragen, welche Bedürfnisse und Ziele man vernachlässigt oder welche eventuell unerfüllbaren Erwartungen und Vorstellungen die Belastung erhöhen. Wichtig ist es dann, rechtzeitig den eigenen Einsatz so einzuteilen, dass die persönlichen Kräfte auch langfristig erhalten bleiben. Hobbys, Familie und Freunde sollten nicht vernachlässigt werden.

Gegebenenfalls ist es notwendig, die eigene Selbsteinschätzung zu verändern und überhöhte Ansprüche an sich und an die Arbeitserfolge abzubauen. Eine gesunde Lebensführung mit Sport, gesunder Ernährung und vor allem auch ausreichendem und regelmäßigem Schlaf stärken den Organismus. Nützlich können auch Methoden zur Verbesserung der Zeiteinteilung sein, die Klärung beruflicher und privater Ziele und das Erlernen von Entspannungstechniken. 

Wie kann man einen Burnout behandeln?

Wichtig ist, dass der Betroffene Einsicht zeigt und sich eingesteht: Ich bin überlastet, "ausgebrannt". Meist fällt das den Betroffenen sehr schwer. Einen Burnout darf man jedoch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Die Symptome können so schwerwiegend werden, dass sie das gesamte Leben aus der Bahn werfen. Je weiter fortgeschritten ein Burnout-Syndrom ist, desto geringer sind die Aussichten, ohne professionelle Unterstützung wieder herauszufinden. Daher ist ein Arztbesuch meist unumgänglich, um die Diagnose Burnout-Syndrom zu stellen und die notwendigen Maßnahmen anzustoßen. In schweren Fällen kann sogar ein Klinikaufenthalt notwendig sein, um die innere Balance wieder herzustellen. Vor allem dann, wenn der Burnout von Depressionen begleitet wird, ist die Konsultation eines Arztes lebenswichtig.

Was unterscheidet das Burnout-Syndrom von einer Depression?

Bestimmte Symptome eines Burnouts sind denen einer Depression ähnlich. Dazu gehören verringerte Leistungsfähigkeit, Niedergeschlagenheit und starke Erschöpfung. Ein Unterschied besteht darin, dass es einem Burnout-Betroffenen besser geht, wenn die verursachende Belastung - etwa hoher Leistungsdruck bei der Arbeit, ob vom Arbeitgeber verlangt oder aufgrund der eigenen hohen Ansprüche erzeugt - wegfällt. Während das Burnout-Syndrom oft an eine bestimmte Situation des Lebens, insbesondere die Arbeitssituation gebunden ist, betrifft eine Depression häufig alle Lebensbereiche, sodass in diesem Sinn keine Entlastungsmöglichkeit besteht. Häufig bleiben die wahren Ursachen einer Depression unbekannt.

Typische Symptome für eine Depression sind Hoffnungslosigkeit und Selbsttötungsgedanken, die nicht als typische Burnout-Beschwerden betrachtet werden. Daher verbirgt sich nicht hinter jedem Burnout eine Depressions-Erkrankung. Allerdings können Burnout-Symptome das Risiko steigern, dass jemand eine Depression bekommt.

Gerade weil sich die Beschwerden von Burnout und Depression ähnlich sind, sollte keine voreilige (Eigen)Diagnose erfolgen, denn diese könnte falsche Maßnahmen zur Folge haben. Es wäre beispielsweise ein Fehler, einem an einer Depression erkrankten Menschen eine berufliche Auszeit oder einen längeren Urlaub zu empfehlen. Für jemanden, der nur aufgrund seiner Berufstätigkeit erschöpft ist, kann dies eine Möglichkeit zur Erholung sein. Ein Mensch mit Depressionen benötigt andere Hilfen, zum Beispiel eine Psychotherapie oder eine Behandlung mit Medikamenten. Daher ist es unbedingt empfehlenswert, eine qualifizierte ärztliche Diagnose stellen zu lassen.

Auch wenn der Begriff „Burnout-Syndrom“ streng genommen nur für berufliche Überlastungen verwendet wird, zeigen sich gerade in der Corona-Zeit auch außerhalb des Berufs bei vielen Menschen – speziell Eltern - Symptome, die auf einen Burnout hinweisen. Die Mehrfachbelastung von permanenter Kinderbetreuung, Homeschooling und Home-Office hinterlässt ihre Spuren. Wer in dieser Situation an seine körperlichen und seelischen Grenzen stößt, sollte sich unbedingt ärztliche Unterstützung holen. Außerdem möchten wir an dieser Stelle auf das „Corona Steuerhilfegesetz“ hinweisen, das in seiner Erstfassung vom 27. März und Neufassung vom 27. Mai 2020 auch die Leistungen für Sorgeberechtigte (also Eltern und Pflegeeltern) regelt, die während der behördlich angeordneten Kita- oder Schulschließungen ihre Kinder betreuen müssen und deshalb einen Verdienstausfall haben. Hier findest du Informationen dazu:

Link zum Artikel des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), veröffentlicht am 3.6.2020: https://www.dgb.de/themen/++co++18c1da2a-69d0-11ea-ad58-52540088cada


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Mangold war aufgrund seiner imposanten Erscheinung und seiner Farbenpracht bereits in der Antike eine beliebte Zierpflanze. Während die Blätter meist grün sind, leuchten die Stiele und Blattadern – je nach Sorte – in strahlendem Gelb, Orange, Rot oder Purpur. Diese Buntheit beruht auf den Betalainen, die neben Anthocyanen (blau) und Carotinoiden (gelb-orange) zu den pflanzlichen Farbstoffen zählen. Im Mangold sind alle drei Farbstoffgruppen vertreten. Das Blattgemüse wurde auch von den alten Römern und Griechen als Lebensmittel und Heilmittel sehr geschätzt.

Eine Studie an einer iranischen Universität hat ergeben, dass sich Lebensmittel, die Betalaine enthalten, gut als ergänzende Therapie bei Leiden eignen, die mit oxidativem Stress, Entzündungen und Fettstoffwechselstörungen in Zusammenhang stehen. Dazu zählen u. a. Arteriosklerose, Bluthochdruck und Krebs.

Die tiefgrüne Farbe der Mangoldblätter basiert hingegen auf dem Farbstoff Chlorophyll. Das sogenannte Blattgrün sorgt in Pflanzen unter anderem dafür, dass die Lichtenergie des Sonnenlichts absorbiert wird. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass Chlorophyll der menschlichen Leber bei der Entgiftung hilft, Infektionen entgegenwirkt, die Verdauung vorantreibt, zur Gewichtskontrolle beiträgt, die Haut schützt, Entzündungen lindert und sogar das Krebsrisiko senkt.

Mangold besteht zu 90 Prozent aus Wasser, enthält quasi gar kein Fett, wenig Zucker und bringt es daher nur auf 25 Kilokalorien pro 100 Gramm. Im Mangold stecken mehr Ballaststoffe als in den meisten anderen Blattgemüsen, womit er den Darm unterstützt und zu einer gesunden Verdauung beiträgt.

Mangold zählt im Hinblick auf seinen Gehalt an Mikronährstoffen (Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen) neben Brokkoli und Spinat zu den gesündesten Gemüsearten der Welt. Vor allem die Vitamingehalte im Mangold sind beachtlich. So reichen schon 17 Gramm frischer Mangold, um den offiziell angegebenen Tagesbedarf an Vitamin K komplett zu decken. Darüber hinaus ist der Mangold überaus reich an Betacarotin, einer Vorstufe des Vitamin A, welche wichtig ist für die Augen und das Nervensystem.

Leider ist Blattgemüse aus konventionellem Anbau häufig stark mit Pestizidrückständen belastet. Mangold aus Bio-Anbau ist daher empfehlenswert. Freilandware erhält man bei uns zwischen Juni und August. Abhängig von Region und Klima wächst der Mangold jedoch auch schon im Mai bzw. bis in den September/Oktober hinein.

Wie Spinat wird Mangold meist gegart, also blanchiert, gedünstet oder gekocht. Die Stiele lassen sich auch gut anbraten. Verarbeitet man sie zusammen mit den Blättern, empfiehlt es sich, die Stiele etwas länger zu kochen und die Blätter erst gegen Ende der Garzeit zuzugeben. Leider gehen die leuchtenden Farben der Mangold-Stiele und Blattadern beim Kochen verloren und werden unansehnlich braun. Außerdem werden beim Erhitzen Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe zerstört oder landen im Kochwasser. Möchtest du in den Genuss aller ihrer Vitalstoffe kommen, isst du junge Mangoldblätter einfach roh als Salat. Besonders gut lässt sich Mangold mit Chicoree kombinieren. Ein Rezept für ein leckeres Mangold-Tomaten-Gemüse findest du auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 83.


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Wo Fahrräder wirklich hergestellt werden

                                                                                                           Foto aus dem ZEIT-Artikel „Kambodscha – Unterm Rad“ vom 4.12.2019

Durch einen Hinweis unseres Partners Müsing Bikes sind wir auf ein Thema gestoßen, von dem wir denken, dass sich ein zweiter Blick darauf lohnt. Wo werden die Bikes, die wir so gerne fahren, eigentlich hergestellt? Genau hingeschaut hat erst kürzlich der Fernsehsender RTL, der dem Thema einen interessanten Bericht gewidmet hat. Dafür reiste der Reporter nach Kambodscha, wo er Fahrradfabriken besuchte, mit Arbeitern sprach und die Radmarken identifizierte, die dort hergestellt werden. Das Ergebnis: viele dieser Fahrräder werden auch auf dem deutschen Markt verkauft.

Die Recherchen des RTL-Reporters in Kambodscha haben deutlich gemacht, dass viele namhafte Fahrradhersteller ihre Produkte in Ländern der Dritten Welt montieren lassen. Das ist an sich nicht verwerflich, wenn es unter fairen, menschenwürdigen Arbeitsbedingungen geschieht. Dass dem nicht immer so ist, hat sich in der RTL-Recherche gezeigt. Dort berichten Arbeiter unter anderem von niedrigen Löhnen, inakzeptablen klimatischen Bedingungen in den Werkshallen und von Urlaub, der zwar vertraglich vereinbart ist, aber nicht gewährt wird.

Besonders kritisiert wird von RTL auch, dass der Herstellungsprozess der Fahrräder für den Käufer zumeist nicht nachvollziehbar ist. So wirbt ein deutscher Hersteller mit dem Slogan „Designed and engineered in Bavaria“ – der Blick hinter die Kulissen zeigt jedoch, dass auch diese Bikes in Kambodscha zusammengeschraubt werden.

Müsing Bikes hebt sich davon wohltuend ab.  Nur der erste Arbeitsschritt (die Roh-Fertigung der Rahmen) wird in Asien durchgeführt, die weitere Verarbeitung geschieht dann in Deutschland. Max Koch von Müsing beschreibt das so: „Wir lassen die Roh-Rahmen nach unseren Vorgaben in China und Taiwan fertigen, aber nur bei Herstellern, wo wir persönlich mindestens einmal pro Jahr vor Ort sind. Die Lackierung und Montage geschieht dann hier bei uns im Haus. Die Lacke, die z.B. zum Lackieren in Asien verwendet werden, sind bei uns schon lange verboten. Unsere Montageplätze sind alle Einzelarbeitsplätze und der komplette Versandbereich hat eine Industriefußbodenheizung. Wir bezahlen vernünftige Löhne, haben über 30 Arbeitsplätze für Leute aus der Region und bilden auch jedes Jahr aus“. Trotzdem hat Müsing ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis. Denn obwohl viele namhafte Fahrrad-Hersteller ihre Produkte in Asien herstellen lassen, schlägt sich dies für den Käufer häufig nicht im Preis nieder. Das Wissen über die Arbeitsverhältnisse in Südostasien gibt dem Käufer die Option, eine gut informierte, bewusste Kaufentscheidung zu treffen. Für die billige Lösung „Made in Fernost“ oder für eine Qualität und Arbeitsbedingungen nach deutschen Standards.

Die ZEIT hat diesem Thema ebenfalls einen Artikel gewidmet, erschienen am 4. Dezember Ende 2019. Auch darin berichten Arbeiter: „Das ist Arbeit bis zur totalen Erschöpfung“ und „Es ist fast unmöglich, bezahlten Urlaub zu bekommen“.

Wenn du dich für dieses Thema interessierst und beim Fahrradkauf eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen möchtest, dann schau doch mal rein und informiere dich.

RTL-Film „Fahrräder – von wegen made in Germany“ (Link: https://www.rtl.de/videos/fahrraeder-von-wegen-made-in-germany-5eaee78f900fef5a72064214.html)

ZEIT-Bericht „Kambodscha – Unterm Rad“ (Link: https://www.zeit.de/2019/51/kambodscha-export-fahrraeder-fabrik-arbeitsbedingungen)


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Steuervorteile auch für Selbständige, Freiberufler und Gewerbetreibende

Seit dem 1.1.2019 gilt eine Neuregelung der Dienstfahrzeugbesteuerung. Sie betrifft unter anderem gekaufte oder geleaste Dienstfahrräder und Pedelecs, und ist zunächst befristet bis zum 31.12.2021. Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende profitieren dabei vom Wegfall der Privatnutzungs- und Privatentnahme-Versteuerung.

Umsatzsteuerfreiheit bei Privatentnahme: Für bestehende und neue Verträge muss bei einer Privatentnahme bis zum 31. Dezember 2021 keine Umsatzsteuer mehr entrichtet werden. Diese Regelung (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG – neue Fassung) gilt für Fahrräder und Pedelecs, die dem Betriebsvermögen zuzuordnen sind. Für S-Pedelecs gibt es eine Sonderregelung („0,5 %-Regel“).

Durch den Wegfall der Privatentnahmebesteuerung wird das Dienstrad für Selbstständige nochmals deutlich attraktiver.  »Durch den Wegfall der Entnahmebesteuerung werden Jobräder für Selbstständige deutlich günstiger. Im Vergleich zur bisherigen Regelung sind bis zu 20 Prozent zusätzliche Ersparnis möglich«, erklärt JobRad-Geschäftsführer Holger Tumat.

Die Versteuerung der Privatentnahme entfällt auch für Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende, deren Dienstrad-Leasingvertrag bereits läuft. Wie bisher können Leasingraten und Fahrradversicherung als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. »Damit in der Steuererklärung alles korrekt berücksichtigt wird, empfehlen wir selbstständigen Jobradlern, ihren Steuerberater zu konsultieren«, so Holger Tumat.

Vorsteuerabzug beim Dienstfahrrad: Bist du vorsteuerabzugsberechtigt, so kannst du bei der Anschaffung des Dienstrads sowie bei laufenden Kosten (Reparatur, Versicherung etc.) die Umsatzsteuer vom Finanzamt zurückfordern. Achtung: Was die Umsatzsteuer auf den Privatentnahmeanteil angeht, ist die Rechtslage unklar. Es kann sein, dass dieser Vorteil durchaus weiterhin der Umsatzsteuer unterliegt. Das soltest du am besten direkt mit dem Steuerbüro klären.

Privatnutzung steuerfrei: Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende müssen den privaten Nutzungsanteil für Diensträder ab dem 1. Januar 2019 nicht mehr versteuern. Liegt die betriebliche Nutzung bei mehr als 50 %, gehört das Dienstrad zum notwendigen Betriebsvermögen und der Kaufpreis kann über einen Zeitraum von sieben Jahren abgeschrieben werden. In bestimmten Fällen mit erhöhter Abnutzung (z.B. Fahrradkurier) lässt sich auch ein kürzerer Zeitraum für die Abschreibung rechtfertigen.

Liegt die betriebliche Nutzung des Dienstfahrrads bei unter 10 %, ist es zwangsläufig Teil des Privatvermögens. Dann können nur die betrieblich gefahrenen Kilometer als Betriebsausgabe geltend gemacht werden, was bei einer Aufwandspauschale von EUR 0,05/km nicht sonderlich attraktiv ist.

Liegt die betriebliche Nutzung zwischen 10 und 50 %, hast du als Selbständiger die Wahl: Entweder du behältst das Dienstrad im Privatvermögen oder du bringst es als gewillkürtes Betriebsvermögen ein. Läuft das Rad als Betriebsvermögen, kannst du es wie oben beschrieben abschreiben.

Unser Tipp: Nutze dein Fahrrad ausgiebig genug für berufliche Fahrten, um über die 10 %-Grenze zu kommen. Dann lohnt es sich wirklich.

Man kann übrigens ganz ohne weiteres ein Dienstfahrrad zusätzlich zum Dienstwagennutzen. Dienstfahrrad und Dienstwagen schließen sich nicht gegenseitig aus. Auch das Nutzen von zwei Diensträdern ist problemlos möglich. Bist du auf der Suche nach deinem Traumbike oder hast du schon ein bestimmtes Modell im Auge? Dann lass es dir vom bikeDoc in Lindau fachkundig konfigurieren und montieren!

der bikeDoc, Bregenzerstr. 35, 88131 Lindau
Tel.: 08382-9479994 bzw. 0160-94846129
E-Mail: andrea@der-bikedoc.de
www.der-bikedoc.de

 


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Jetzt verfügbar in angesagten Farben

Fehlen dir in deinem Kleiderschrank noch ein paar coole Bike-Shirts in poppigen Farben, damit du auf Bike-Fotos gut rauskommst? Dann sind die neuen bikeDoc-Shirts aus Funktionsfaser genau das Richtige für dich.

Hier die Eckdaten:

Bike-Shirt bikeDoc “addicted to mountains”, Kurzarm:

Made by Bioracer, Funktionsmaterial.

Verfügbare Größen: XS, S, M, L, XL, XXL

Preis: EUR 49,-

3D-Ansicht am Beispiel des blauen Shirts:

Bike-Shirt bikeDoc “addicted to mountains”, Langarm:

Made by Bioracer, Funktionsmaterial.

Verfügbare Größen: XS, S, M, L, XL, XXL

Preis: EUR 59,-

3D-Ansicht am Beispiel des grünen Shirts:

Fragen und Bestellungen (bitte mit gewünschter Farbe und Größe): Andrea Potratz, a.potratz@tomotion-gmbh.de, Tel.+49 160 948 461 29