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Ein kleiner Rückblick auf das toMotion Enduro-Camp Davos

Nachdem während der heißen Corona-Phase im Frühjahr mehrere toMotion-Camps ausfallen mussten, freute sich Andrea Potratz umso mehr darüber, Anfang August zusammen mit vier Teilnehmern endlich wieder ein Enduro-Camp in Davos durchführen zu können. Der Wettergott machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung: pünktlich zu Beginn des Camps war die Wettervorhersage miserabel und im Hochgebirge schneite es. Kein Grund, das Camp ausfallen zu lassen! Teilnehmerin Viki hat die Tage in der Schweiz so erlebt:

„Das Camp mit den zum Teil hochalpinen Trails rund um Davos wurde explizit auf Anfang August terminiert, um möglichst optimale Wetter- und Trailbedingungen vorzufinden. Jedoch kam es dann ganz anders und der Hochsommer wurde pünktlich zum Start des Camps von einem Wintereinbruch mit bis zu 20 cm Schneefall oberhalb von 2.200 m unterbrochen. Dadurch wurden unsere Bike-Lust und die Vorfreude ebenfalls Richtung Gefrierpunkt abgebremst. Doch trotz des zweitägigen Kälteeinbruchs wurde das Camp wieder einmal zu einem tollen Erlebnis mit Abenteuercharakter, auch durch die unerschütterliche Zuversicht und positive Energie von Andrea. Am ersten Tag wurde der Fokus auf die Optimierung der individuellen Fahrtechnik gelegt, was uns besonders am zweiten Tag zu Gute kam, um die verschneiten Trails auf dem Gotschna-Grat und hinunter nach Davos nicht nur meistern, sondern auch voll genießen zu können. Am dritten Tag wurden wir dann alle belohnt mit schönem Wetter, epischen Trails und herrlichen Ausblicken, unter anderem am Pischahorn.“

 

 


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Produkte von Tubeless-Profi Max Friedrich

Etliche Jahre ist der mehrfache Deutsche Meister (Marathon und Cross Country) Max Friedrich in den Farben des Lindauer Rennstalls toMotion Racing by black tusk gefahren. Unser aktueller Titelbeitrag stellt mehrere exzellente Produkte rund um den Tubeless-Reifen vor, die Max entwickelt hat und die  von seiner Firma MaXalami vertrieben werden. Vom 1.11.2020 bis zum 30.11.2020 können wir dir auf folgende MaXalami-Produkte einen Preisnachlass von 20 % anbieten:

MaXalami Tubeless Reparatur Set „Tube Plus“

Inhalt: Einführwerkzeug, 3 große Flicken, 5 kleine Flicken

Mit dem MaXalami Flicken-Set kann ein platter Tubeless-Reifen direkt auf dem Trail in Sekundenschnelle repariert werden, ohne dass der Reifen dazu ausgebaut werden muss. Die Schadstelle wird bei Bedarf mit dem optional erhältlichen Reinigungswerkzeug behandelt, dann die MaXalami mit Hilfe des Montagewerkzeugs direkt in das Reifenloch gedrückt. Sie dichtet ohne weitere Hilfsmittel Schnitte bis zu 10 mm ab. Nach dem Entfernen des Montagewerkzeugs Luft aufpumpen, auf Dichtheit prüfen und weiter geht die Fahrt.

MaXalami Tubeless Reparatur Set „Tube Plus“                                EUR 11,95 (statt regulär EUR 14,90)

Nachfüllpacks:

MaXalami „Die Rennwurst“, 3,5 mm, 10 Stück                                EUR 7,95 (statt regulär EUR 9,90)

MaXalami „MaXanossi“, 1,5 mm, 5 Stück                                         EUR 3,15 (statt regulär EUR 3,90)


MaXalami Twister 2.0 Tubeless Reparatur-Werkzeug

Inhalt: Twister 2.0 Reparatur-Werkzeug, Adapter Elastomer und Unterlegscheibe, 3 MaXalami Flicken

Der MaXalami Twister 2.0 vereint die gute Handhabbarkeit der MaXalami Tubeless Reparatursysteme mit der praktischen Transportmöglichkeit im Lenker oder in der Kurbel. So ist der bereits eingesetzte MaXalami Flickstreifen wasser- und staubdicht geschützt. Im Gegensatz zum Twister der ersten Generation, der einen Griff aus Kunststoff besaß, wurde beim Twister 2.0 für den Griff hochwertiges, schwarz eloxiertes 707er Aluminium verwendet. Auch der Durchmesser des Drehrades sowie die Rändelung wurden optimiert. Insgesamt ist der MaXalami Twister 2.0 deutlich robuster gestaltet als sein Vorgänger und wird dem Benutzer lange Freude bereiten. Geeignet für Innen-Durchmesser 16 - 24 mm. Gewicht: 15 g.

MaXalami Twister 2.0 Tubeless Reparatur-Werkzeug                     EUR 23,15 (statt regulär EUR 28,90)

 

MaXalami Dichtmittel „Wurstwasser Hi-Fibre“, 1000 ml

MaXalami Wurstwasser Hi-Fibre ist zur Reparatur oder als vorbeugender Pannenschutz für Fahrradschläuche, Schlauchreifen sowie normale Tubeless Systeme konzipiert. Es hält in der Regel über sechs Monate, bevor nachgefüllt werden muss. Ein Reinigen des Reifeninneren vor dem Wiederbefüllen ist nicht notwendig. Durch ihre spezielle Konsistenz schwappt die Dichtmilch nicht im Reifen herum, sondern haftet im kompletten Reifeninneren. Dank synthetischem Latex verklumpt das Dichtmittel nicht und trennt sich nicht in seine Bestandteile. MaXalami Wurstwasser Hi-Fibre ist kompatibel mit CO2-Kartuschen und zudem hautfreundlich.

1000 ml MaXalami Wurstwasser Hi-Fibre                                           EUR 23,15 (statt regular EUR 28,90)

MaXalami „Noodlever“ Tubeless Reifenheber

Der MaXalami Noodlever erleichtert die Montage und Demontage von Tubeless-Reifen spürbar, vor allem bei der Verwendung von Reifeneinlagen (Reifen-Inserts). Montageprobleme liegen meistens nicht an zu großen Toleranzfeldern von Reifen oder Felgen, sondern vielmehr daran, dass die Lage des Reifens und der Reifeneinlage in der Felge nicht optimal ist. Hier setzt der Noodlever an und bringt den Reifen in die richtige Position. Der Ein- und Ausbau von Reifeneinlagen ist damit selbst von Laien durchführbar. Die zum Patent angemeldete Entwicklung wurde von Max Friedrich in Zusammenarbeit mit Ingenieuren, Rennfahrern und Mechanikern in Deutschland konstruiert. Sie vereint drei Werkzeuge in einem:

  • Das Montagewerkzeug bringt den Reifenwulst in die richtige Position, um den Reifen einfacher montieren zu können.
  • Das Demontagewerkzeug bringt zuerst die Reifeneinlage in die richtige Position und löst dann den Reifenwulst aus dem Felgenhorn.
  • Der robuste Reifenheber kann bei sehr fest sitzenden Reifen verwendet werden. Dieser wird nach unseren Erfahrungen nach der Nutzung des Montage- bzw. Demontagewerkzeugs jedoch deutlich seltener benötigt.

MaXalami Noodlever Tubeless Reifenheber                                     EUR 11,15 (statt regulär EUR 13,90)

Bestellung:

Andrea Potratz, a.potratz@tomotion-gmbh.de, Tel. 08382-947 99 93 bzw. 0160-94 84 61 29


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Termine an den Standorten Schwäbische Alb und Rhein-Main

Wer sich als Sportler über die Wintermonate gezielt auf die Saison 2020 vorbereiten will, profitiert von einer Leistungsdiagnostik. Die in einem Leistungstest ermittelten, persönlichen Werte dienen als Basis für ein zielgerichtetes Training, das eine solide Grundlage legt für deine Leistungsfähigkeit in der nächsten Saison. So kannst du in der dir zur Verfügung stehenden Trainingszeit viel effizienter trainieren!

Im Herbst und im Frühjahr bietet dir toMotion an mehreren toMotion-Racing-Standorten Leistungsdiagnostik-Aktionen, bei denen du einen Laktat-Leistungstest durchführen kannst. Die Termine der Herbst-Aktionen findest du unten, weitere Informationen zum Ablauf gibt es auf den Ausschreibungen. Folgetests an den toMotion-Standorten sind für das Frühjahr 2021 geplant. Die Termine kommunizieren wir dann rechtzeitig über unseren Newsletter.


Nutze diese Chance, dein Training effektiver zu gestalten!


Termine Herbst-Aktionen:                      

Mittwoch, 11.11.2020                     toMotion-Standort Schwäbische Alb                          Link zur Ausschreibung

Samstag, 21.11.2020                     toMotion-Standort Rhein-Main                                   Link zur Ausschreibung


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Jahrzehntelang fuhren und fahren Fahrräder auf Schlauchreifen durch die Welt. Das bedeutet, dass in einen Reifenmantel ein luftgefüllter Schlauch eingezogen wird. Doch es gibt noch ein weiteres, weitverbreitetes Reifensystem, das dem guten, alten Schlauch-Pneu Konkurrenz macht: Tubeless-Reifen. Diese sind wiederum beim PKW und Motorrad seit vielen Jahren Standard und finden auch im Radsport immer mehr Anhänger - darunter Andrea und Claudia Potratz, die auf „Tubeless“ schwören. Was die Vor- und Nachteile der schlauchlosen Reifen sind, wie Tubeless-Reifen montiert werden und was es zum Thema Reifen und Reifenpannen noch zu sagen gibt, erfährst du im Folgenden.

 Beim Tubeless-Reifen handelt es sich um ein spezielles Laufrad-System, das bei Autoreifen schon seit 60 Jahren und beim Motorradreifen seit rund 30 Jahren verwendet wird. Beim Tubeless-System wird der Reifen ohne Schlauch verwendet. Dafür muss die Wulst (also die Kontaktfläche zwischen Reifen und Felge) eine spezielle Form aufweisen, damit der Reifen die Luft auch ohne Schlauch auf Dauer halten kann. Da die Luft im Reifen durch die Speichenlöcher in der Felge entweichen würde, muss ein abdichtendes Felgenband auf den Felgenboden geklebt werden. Im Handel gibt es aber auch spezielle Felgen für Tubeless-Systeme, die keine Speichenlöcher aufweisen. Das Ventil wird direkt in das Ventilloch geschraubt. In den Reifen wird eine Dichtmilch gegeben, die sich durch die Rotation gleichmäßig im Reifen verteilt. Sie hat die Fähigkeit, kleine Löcher im Reifen innerhalb von Millisekunden zu verschließen.

 

Ventile bei Schlauch- und Schlauchlos-Reifen.                                         Tubeless-Ventil
Quelle: www.fahrradreparatur.net

Tubeless-Reifen erfreuen sich vor allem bei Mountainbikern zunehmender Beliebtheit. Das System funktioniert aber auch beim Rennrad, Gravelbike oder E-Bike. Ein Tubeless-Reifen weist gegenüber dem Schlauchreifen deutliche Vorteile auf, aber auch einige Nachteile. Zunächst ein kurzer Überblick:

Vorteile des Tubeless-Systems:

  • Deutlich höhere Pannensicherheit
  • Besseres Handling durch geringeren Luftdruck (Stoßabsorption/Federung)
  • Geringerer Laufwiderstand (weniger Reibung durch innenliegenden Schlauch)
  • In der Regel geringeres Gewicht
  • Bei häufigen Pannen auch günstiger

Nachteile des Tubeless-Systems:

  • Etwas höherer Erstmontage-Aufwand
  • Höherer Wartungsaufwand (regelmäßige Erneuerung der abdichtenden Dichtflüssigkeit)
  • Höherer Luftverlust, wenn das Fahrrad lange steht

Die Tubeless-Bereifung punktet vor allem im Hinblick auf Pannensicherheit, Komfort, Grip und Geschwindigkeit. Denn Tubeless-Reifen können mit einem viel geringeren Luftdruck (deutlich unter 2 bar) gefahren werden als Reifen mit Schlauch. Dadurch sind sie vor allem für Mountainbiker interessant, weil man mit einem geringeren Luftdruck spürbar mehr Grip und Komfort hat.

Pannensicherheit:

Durch ihre Konstruktion sind Tubeless-Pneus deutlich pannensicherer. Viele Pannen beim Fahren mit Schlauch resultieren aus Durchschlägen, wenn beispielsweise beim Überfahren eines Bordsteins der Schlauch zwischen Reifen und Felge eingequetscht und dabei beschädigt wird (ein sogenannter „Snakebite“). Beim Tubeless-Reifen hingegen gibt es keinen Schlauch, der bei Durchschlägen platzen könnte. Durch die innenliegende Dichtflüssigkeit (umgangssprachlich auch „Dichtmilch“ genannt) sind Tubeless-Reifen sogar in der Lage, sich selbst zu heilen: kleinere Löcher werden innerhalb von Millisekunden vom Dichtmittel geschlossen. Zudem entweicht die Luft auch bei Rissen, Löchern oder Schlitzen langsamer, als sie es bei einem beschädigten Fahrradschlaucht tut, so dass diese Schäden nicht zu einem abrupten Sturz führen.

Komfort und Grip:

Kleinere Stöße und vor allem Vibrationen werden von den weichen Reifen „geschluckt“. Zudem schmiegt sich der Fahrradreifen besser an den Untergrund an. Das bringt am Vorderrad eine hervorragende Führung und auch beim Hinterrad eine bessere Traktion, was vor allem Mountainbiker zu schätzen wissen.

Schnelligkeit:

Messungen haben ergeben, dass der Rollwiderstand bei Schlauchlos-Reifen geringer ist als bei herkömmlichen Schlauchreifen. Dies ist natürlich ein Vorteil für Racer.

Herausforderungen bei der Montage

Die Montage eines Tubeless-Reifens ist etwas komplexer als die eines Reifens mit Schlauch. Trotzdem ist es kein Hexenwerk und wenn du dir die Montage selbst nicht zutraust, kannst du auch die Werkstatt deines Vertrauens damit beauftragen. Beim bikeDoc in Lindau ist die Montage von Tubeless-Reifen inzwischen Standard, so dass Andrea dir bei Bedarf auf jeden Fall kompetent weiterhelfen kann.

Der bikeDoc: „Eine perfekte Tubeless-Symbiose: Syntace W28i Laufräder, Vittoria Bereifung, Tune Tubeless Ventile, Tune One Shot Dichtmilch.“

Grundsätzlich gilt: alle Komponenten eines Tubeless-Reifens müssen aufeinander abgestimmt sein, damit das System einwandfrei funktioniert. So können schlauchlose Reifen nicht auf alle Felgen montiert werden. Durch das Tubeless-Konzept müssen die Felgenwände einem deutlich höheren Druck standhalten, als es Felgen für Schlauchreifen tun. Felgen, die sich für Tubeless-Reifen eignen, sind mit dem „Tubeless-ready“-Emblem gekennzeichnet. Haben die Felgen Speichenlöcher, benötigst du ein Tubeless-Felgenband in der passenden Breite, das auf den Felgenboden geklebt wird und die Speichenlöcher luftdicht abschließt.

Außerdem benötigst du für die Montage Tubeless-Ventile, Dichtflüssigkeit und etwas Seifenlauge. Die Seifenlauge kommt bei der Montage der schlauchlosen Reifen auf den Felgen zum Einsatz – sie bildet einen Gleitfilm, der die Reifen über die Felgen rutschen lässt. Damit das Tubeless-System funktioniert, haben die Tubeless Reifen sehr viel dickere Reifenwülste und die Felgen haben spezielle Innenräume, um die Reifen luftdicht zu fixieren. Abhängig vom jeweiligen Reifen und der Felge benötigst du daher eventuell einen starken Hochdruck-Schub, um die Reifenwulst in den Felgen-Innenraum zu drücken und sie so luftdicht zu fixieren.

Quelle: www.schwalbe.com/de/tubeless

Dafür benötigst du bei der Montage gegebenenfalls eine Hochdruck-Luftpumpe oder einen Kompressor. Sind die Tubeless-Reifen einmal fixiert, lassen sie sich aber mit allen herkömmlichen Fahrradpumpen aufblasen. Auch deshalb macht es gegebenenfalls Sinn, die Erstmontage von einer Werkstatt durchführen zu lassen und anschließend nur die anstehenden Wartungen selbst vorzunehmen. Hier die Kontaktdaten vom bikeDoc in Lindau:

der bikeDoc
Bregenzer Str. 35, 88131 Lindau
www.der-bikedoc.de
Andrea Potratz, Tel. 0160 94846129, andrea@der-bikedoc.de

Das Tubeless-System an sich ist bereits luftdicht und auch ohne Dichtmilch fahrbar. Es ist jedoch üblich, in den Reifen eine kleine Menge Dichtmilch zu geben, um die Pannensicherheit zu erhöhen. Die Dichtmilch kann bei fertig montierten Reifen über das Ventilloch eingefüllt werden (natürlich bei ausgeschraubtem Ventil). Wer handwerklich begabt ist, kann den Mantel auch nur einseitig auf die Felge aufziehen, dann die gewünschte Menge Dichtflüssigkeit (bis zu 60 ml) in den offenen Mantel schütten und schließlich vorsichtig die zweite Mantelseite aufziehen. Danach das Ventil einschrauben und anschließend die Tubeless-Reifen mittels Kompressor oder Hochdruck-Luftpumpe (auch Blast-System genannt) fixieren. Möchtest du für die Montage CO2-Patronen verwenden, musst du darauf achten, eine Dichtmilch zu verwenden, die dadurch nicht zersetzt wird. Abschließend solltest du das Laufrad schnell drehen oder gleich eine Runde fahren, damit sich die Dichtmilch gut verteilt.

Quelle:www.taylor-wheels.de

Wartung eines Tubeless-Reifens

Die Dichtmilch bleibt als vorbeugender Pannenschutz mehrere Monate lang im Reifen aktiv. Dabei variiert die Zeitspanne in Abhängigkeit der Temperatur. Danach trocknet die Milch zu einem Gummifilm. Latexhaltige Milch kann sich in Latexkorallen und Flüssigkeit trennen. Deshalb macht es Sinn, die Dichtflüssigkeit im Reifen regelmäßig auszutauschen oder zumindest nachzufüllen. Nachfüllen geht schneller, aber so schleppst du natürlich das Mehrgewicht der eingetrockneten Milch mit dir herum.

Mit einer Nadel kannst du testen, ob die Dichtmilch noch funktionsfähig ist. Dazu stichst du einfach in die Lauffläche ein und lässt den Reifen dann rotieren. Wenn das Loch nicht automatisch abgedichtet wird, musst du Dichtflüssigkeit nachfüllen bzw. ersetzen. Dein „Testloch“ wird dann spätestens von der neuen Dichtflüssigkeit wieder repariert.

Wenn das System einmal dicht ist, musst du die Milch nicht unbedingt nachfüllen. Die zusätzliche Schutzwirkung gegen Pannen hast du allerdings nur, solange es noch aktive Milch im Reifen gibt. Daher empfiehlt es sich, eingetrocknete Milch spätestens vor Wettkämpfen oder langen Touren nachzufüllen oder zu ersetzen.

 

Schutz vor und Erste Hilfe bei Pannen

Zwei Begriffe möchten wir in diesem Zusammenhang noch ansprechen: Tubeless-Inserts, die die Pannensicherheit weiter erhöhen, und Reifen-Plugs, mit deren Hilfe du Löcher im Reifen schließen kannst, welche die Dichtmilch alleine nicht schafft.

Tubeless-Inserts

Unter einem Reifen-Insert versteht man ein zusätzliches Teil, das im Reifen montiert wird und dessen Pannensicherheit erhöht. Diesbezüglich gibt es eine große Zahl unterschiedlicher Produkte auf dem Markt. Angeboten werden flache Schaumstoff-Einlagen ebenso wie Wülste, die einem Reifenschlauch aus Schaumstoff ähneln. Allen gemein ist, dass sie eine dämpfende Schutzschicht über der Felge bilden und so Reifen und Felge gleichermaßen vor Einschlägen von Steinen und Wurzeln schützen. Selbst wenn du es schaffst, deinen Reifen trotz installiertem Insert platt zu fahren, kannst du auf dem Insert immerhin noch weiterrollen und bist nicht zum Schieben verurteilt.

 

Der bikeDoc: „Perfekte Partner für ein sorgenfreies Tubeless-Laufrad, das super rollt, viel Grip hat und einfach Spaß macht: Syntace - W28i Straight Laufrad, Vittoria-Reifen „Barzo“ und PTN – Pepi’s Tire Noodle.“

Allerdings haben die Inserts auch Nachteile, angefangen bei dem zusätzlichen Gewicht, das du mit dir herumfährst. Zudem ist die Montage und Demontage oft mühsam – je besser das Insert funktioniert, desto schwieriger ist es auf die Felge zu bekommen. Inserts saugen eine Menge Dichtmilch auf, denn selbst wenn die Flüssigkeit nicht in sie eindringen kann, benetzt sie doch die gesamte Oberfläche und geht dem System damit verloren. So kann es sein, dass im Falle eines Durchstichs nicht mehr genügend Dichtflüssigkeit zur Verfügung steht, um das Loch abzudichten.

So sind die Tubeless-Inserts ein zweischneidiges Schwert und jeder muss selbst entscheiden, ob die erhöhte Pannensicherheit die Nachteile des Produkts aufwiegt.

Reifen-Plugs

Auch wenn ein Tubeless-System deutlich pannensicherer ist als ein Reifen mit Schlauch, kann es auf dem Trail trotzdem einen Durchstich im Profil oder in der Seitenwand geben, der zu groß ist, um vom Dichtmittel allein verschlossen zu werden. Dafür verantwortlich sind oftmals Dornen oder spitze Steine. Diese Durchstiche lassen sich schnell und einfach mit einem sogenannten Reifen-Plug reparieren. Dieser wird in das Loch gesteckt und dichtet es dann gemeinsam mit der Dichtmilch ab.

In diesem Zusammenhang möchten wir dir kurz das Produkt „MaXalami“ vorstellen, das vom mehrfachen Deutschen Meister (Marathon und Cross Country) Max Friedrich entwickelt wurde. Der Ingenieur brachte seine Reifen-Plugs bereits im Jahr 2012 auf den Markt und ist damit einer der Pioniere auf diesem Gebiet. Mit dem MaXalami Flickenset können Schäden an Tubeless-Reifen direkt auf dem Trail in Sekundenschnelle repariert werden, ohne den Reifen auszubauen. Nach Bedarf wird die aufgetretene Schadstelle zunächst mit einem Reinigungswerkzeug behandelt. Danach drückst du die MaXalami mit Hilfe eines Montagewerkzeugs direkt in das Reifenloch. Sie dichtet ohne weitere Hilfsmittel Schnitte bis zu 10 mm ab. Nach dem Entfernen des Einführwerkzeugs pumpst du den Reifen wieder auf, prüfst ihn auf Dichtheit und weiter geht die Fahrt. Eine pfiffige Erfindung, die Tubeless-Fahrer immer dabei haben sollten. Hier der Link zum Produkt:

https://www.maxalami.de/Standard-Tubeless-Repair    (Beachte auch unser toMotion-Angebot für MaXalami-Produkte im November 2020)

   


Unser Fazit: wir empfehlen Tubeless jedem, der mit seinem Fahrrad regelmäßig im Gelände unterwegs ist. Die Vorteile von Tubeless sind für Mountainbiker und Vielfahrer enorm! Wenn du dein Bike hingegen nur unregelmäßig nutzt und die Performance-Vorteile von Tubeless nicht brauchst, dann ist ein System mit Schlauch leichter zu installieren und erfordert weniger Wartungsaufwand.


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Sie kommt in vielen verschiedenen Farben und Formen daher: die Paprika. Und in höchst unterschiedlichen Schärfegraden. Denn feurige Chilis gehören ebenso zur Pflanzengattung der Paprika wie die milden Gemüsepaprika.Allgemein unterscheidet man zwischen Gewürzpaprika, die durch ihren hohen Capsaicin-Gehalt relativ scharf schmecken, und Gemüsepaprika, die nur wenig Capsaicin enthalten.

Paprika (Capsicum) gehören, ebenso wie beispielsweise Tomaten, Auberginen und Kartoffeln, zur Familie der Nachtschattengewächse. Die verschiedenen Farben der Paprika spiegeln den Reifegrad des Gemüses wider: Im unreifen Zustand sind alle Paprika grün, werden mit zunehmendem Reifegrad aber gelblicher oder rötlicher und damit auch süßlicher im Geschmack.

 

Foto von Barbara Jackson auf Pixabay                                                   Foto von idaun auf Pixabay

Egal ob rot, gelb oder grün, die Inhaltstoffe der Paprika unterscheiden sich nur wenig voneinander. Alle Paprika haben kaum Kalorien, je nach Reifegrad bringen es 100 Gramm Paprika gerade einmal auf 19 bis 28 Kilokalorien. Doch Paprika sind nicht nur gesund, weil sie kaum Kalorien haben, sondern auch wegen ihrer Inhaltsstoffe. So besitzt die Paprika große Mengen an Kalium, Magnesium, Zink und Calcium. Außerdem ist sie reich an Vitaminen. Neben A- und B-Vitaminen ist in Paprika besonders viel Vitamin C enthalten. In roten Paprika ist der Vitamin C-Gehalt im Vergleich zu andersfarbigen Paprika besonders hoch. Während 100 Gramm grüne Paprika etwa 140 Milligramm Vitamin C enthalten, sind es bei einer roten Tomatenpaprika etwa 400 Milligramm. Damit zählt die Paprika zu den Vitamin C-reichsten Nahrungsmitteln überhaupt.

Für die Schärfe der Paprika ist der Stoff Capsaicin verantwortlich. Durch Capsaicin werden die Geschmacksnerven auf der Zunge nicht gereizt, sondern es wird ein Hitze- und Schmerzreiz ausgelöst. Die Schärfe von Paprika wird mithilfe des Scoville-Index bestimmt. Er gibt den Capsaicin-Gehalt in der jeweiligen Frucht an. Eine normale Gemüsepaprika wird auf dieser Skala als mild eingestuft, als pikant gelten Kirschpaprika oder Peperoni, als mittelscharf sind Jalapenos und als scharf Cayenne-Pflanzen eingeordnet.

 

Foto von Vijaya Narasimh auf Pixabay                                                    Foto von Christine Sponchia auf Pixabay

Seit man Anfang des 19. Jahrhunderts den Wirkstoff Capsaicin entdeckte, wird ihm von wissenschaftlicher Seite aus ein großes Interesse entgegengebracht. Anderen, nicht scharfen Capsaicinoide wurde jedoch lange gar keine Aufmerksamkeit geschenkt. Sie schmecken zwar nicht scharf (wirken also nicht auf die Schmerzrezeptoren im Mund), aktivieren aber Schmerzrezeptoren im Darm und könnten damit als Wirkstoffe in der Schmerzbehandlung interessant sein.

Paprika aus konventionellem Anbau sind leider oft stark mit Pestiziden belastet. Daher empfiehlt es sich, Bio-Paprika zu kaufen. Als Gemüse kann die Paprika sowohl roh als auch gefüllt, gedünstet oder gebraten verwendet werden. Ein besonders beliebtes Gericht in Deutschland sind gefüllte Paprika mit Reis oder Hackfleisch. Anstatt mit Hackfleisch kann man die Paprika alternativ auch mit Gemüse und Schafskäse füllen. Auf unserem Ernährungskärtchen Nr. 86 findest du ein Rezept für eine Ajvar-Würzpaste, die in der Küche vielfältig einsetzbar ist.